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Die Europäische Union verschwende Milliarden indem sie in Forschungsprojekte investiere, die längst von anderen europäischen Wissenschaftlern durchgeführt worden seien, erklärte Roland Strauss von Knowledge4Innovation EurActiv in einem Interview. Verbesserte Kommunikation zwischen den Forschungsinstituten und die bessere Verwendung von bestehenden Patenten könnte bedeutende Ersparnisse bringen, sagte er.
Strauss schlug vor, dass eine europäische Datenbank für den Informationsaustausch zu Forschungsprojekten geschaffen werden solle, um zu vermeiden, dass dieselbe Forschungsarbeit zweimal durchgeführt werde.
„Man kann beobachten, wie bestimmte Projekte in mehreren der 27 Mitgliedstaaten doppelt durchgeführt werden. Mehrere Milliarden Euro könnten gespart werden, wenn Wissen dass bereits zur Verfügung steht, nicht ein zweites oder drittes Mal produziert würde.“
„Patentämter haben auch zugängliche Datenbanken und es würde Sinn machen, eine Datenbank für europäische Forschungsergebnisse einzuführen“, sagte er.
Strauss meinte, dass die effiziente Verwaltung von veröffentlichten Patenten, kleineren Unternehmen dabei helfen würden, unnötige Ausgaben zu vermeiden und Produkte schneller auf den Markt zu bringen/zu entwickeln.
Er setzt sich auch für ein verschlanktes System für EU-Patente ein, um zur Reduzierung von Kosten und Verwaltungshindernissen für kleine und mittelständische Unternehmen beizutragen.
„Es gibt zwei Möglichkeiten: Die eine ist die Verwendung existierender Informationen von Patentämtern, also der Nutzung von bestehenden Daten und die andere eine bessere Kommunikation zwischen den Forschungsakteuren selbst.“
International sei die Verstärkung der Kommunikation zwischen Forschern eine besondere Herausforderung. Große Unternehmen hätten hier keine Schwierigkeiten, aber für KMU müssten die Bedingungen erleichtert werden. Die Kosten der Patentanträge und der Durchsetzung sowie der nötigen Übersetzungen und anderer Probleme in Bezug auf das EU-weite Patent, müssten verbessert werden.
Um den Vorsprung vor der internationalen Konkurrenz zu halten, müsse Europa um die besten verfügbaren Forscher kämpfen. Dies werde bedeuten, die EU attraktiver für Wissenschaftler und ihre Familien zu machen, erklärte Strauss.
„Wir befinden uns bereits im globalen Wettbewerb um Wissenschaftler Mitarbeiter. Ich glaube, dass sie dorthin gehen werden, wo sie die attraktivsten Arbeitsplätze und Umgebungen vorfinden. Sie werden dorthin gehen, wo ihre Familien leben und ihre Kinder zur Schule gehen können“, sagte Strauss.
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