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EU-Umweltkommissar Stavros Dimas diskutierte mit Wirtschaftsgrößen und Wissenschaftlern, wie man Investitionen in grüne Technologien in Gewinne umwandeln kann.
Auf dem European Business Summit (EBS) am 16. und 17. März in Brüssel werden führende Persönlichkeiten aus Politik und Industrie zusammengebracht, um darüber zu diskutieren, welche Maßnahmen die EU-Mitgliedstaaten ergreifen können, um Arbeitsplätze und Wachstum zu fördern.
Bei der Podiumsdiskussion auf dem European Business Summit am 16. März wurden hauptsächlich Energiefragen diskutiert.
Zu Beginn der Debatte sagte Umweltkommissar Stavros Dimas, dass die Öko-Industrie der EU sich bereits gut positioniert hätte. Sie würde bereits ein Drittel des weltweiten Marktes einnehmen und über 2 % des BIP der EU erwirtschaften. Er fügte allerdings auch hinzu, dass Europa nicht zu selbstzufrieden sein sollte, da die anderen Länder schnell aufholen würden. Er betonte, dass Japan bei der Entwicklung von Wasserstoffautos bereits vorn liege und dass Brasilien Marktführer bei Biokraftstoffen sei.
Im Anschluss stellte Dimas drei wesentliche Herausforderungen heraus, mit denen sich europäische Unternehmen beschäftigen sollten:
Der Vorstandsvorsitzende von Shell, Jeroen Van der Veer stellte die Frage welche Energiequellen in der heutigen Situation mit steigenden Energiepreisen und zunehmenden Bedenken bezüglich der globalen Erwärmung, am besten zur Unterstützung des Wirtschaftswachstum geeignet seinen. Seiner Ansicht nach müssen die neuen Energiequellen drei Eigenschaften erfüllen: 1) Verbraucherfreundlichkeit; 2) Kostengünstig; 3) Sauber.
Dennoch fügte er hinzu, es sei unwahrscheinlich, dass eine Energiequelle alle drei Eigenschaften gleichzeitig erfüllen würde. Wegen der zunehmenden ökologischen Herausforderungen und Unsicherheiten bezüglich der langfristigen Verfügbarkeit fossiler Brennstoffe fragte er, welche Technologie wohl in 20 – 30 Jahre Marktführer sei. Er nannte Windenergie, synthetische Kraftstoffe, hoch entwickelte Ölbohrtechniken und „grünere fossile Brennstoffe“, unter Verwendung von CO2-Abspaltung und Speicherung als die möglichen Sieger.
Bernard Meric, Vizepräsident für auswärtige Angelegenheiten bei Hewlett Packard sagte, dass die verbesserte Energieleistung von PCs und Druckern der Industrie bereits wertvolle Gewinne eingebracht habe. Meric nannte als Beispiel die „Virtuellen Studios“, wodurch Geschäftsleute in unterschiedlichen Ländern gemeinsame Meetings abhalten könnten und auf diese Weise sowohl Reisekosten einsparen, als auch den Treibhausgasausstoß durch Flugzeuge reduzieren könnten.
Dr. Wolfgang Sachs, Projektleiter am Wuppertal Institute in Deutschland sagte, das Öko-Innovation einer der Eckpfeiler des wirtschaftlichen Wachstums sei. Dennoch seien Ökoeffizienzgewinne zur Sicherung der langfristigen ökologischen Nachhaltigkeit nicht ausreichend. Als ein Beispiel führte er Autos an. Er sagte, dass die in den letzten Jahrzehnten erzielten Kraftstoffeffizienzgewinne durch die zunehmende Anzahl von Autos auf den Straßen aufgehoben wurden. Daher ist seiner Ansicht nach das Prinzip des „Personal Ownership“ ein veraltetes Modell. Er würde das Concept „Shared Access“ (geteilter Zugang) bei beispielsweise Autos, als Kennzeichen einer effizienteren Wirtschaft, vorziehen.