In einer Umfrage äußerten 70% der befragten Arbeitnehmer in fünf Ländern (Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland) ihre prinzipielle Bereitschaft längere Arbeitszeiten zu akzeptieren, wenn die Bezahlung entsprechend erhöht würde. In Frankreich, wo eine 35-Stunden-Woche vorgeschrieben ist, ist die Bereitschaft mit 75% besonders hoch.
Auf die Frage, ob es Regierungen erlaubt sein sollte das Renteneintrittsalter gesetzlich festzulegen, gehen die Meinungen auseinander. In Großbritannien stimmen 22% diesem Vorschlag zu, während 65% eine solche Regelung ablehnen. Auch in Frankreich und Deutschland lehnen die Arbeitnehmer eine Einmischung ihrer Regierungen ab, jedoch nicht so stark wie in Großbritannien (Frankreich 42% für und 51% gegen; Deutschland 34% für und 54% gegen). In Italien (47% für – 45% gegen) und vor allem in Spanien (72% für – 23% gegen) befürworten die Befragten jedoch eine gesetzliche Regelung des Renteneintrittsalters.
Weitere Ergebnisse der Studie:
- In allen fünf Ländern würden die Befragten gerne länger arbeiten als bis zum gesetzlichen Rentenalter;
- Die meisten Europäer sind der Meinung, dass die Arbeitsbedingungen in Europa besser seien als in den USA;
- In allen Ländern, außer Italien, nehmen die Arbeitnehmer ihren vollen bezahlten Urlaub;
- Als größte Bedrohung für die globale Stabilität sehen die Briten, Franzosen und Spanier die Vereinigten Staaten; während die Italiener den Iran als größte Bedrohung sehen und die Deutschen in der Frage geteilter Meinung sind (24% nennen die USA; 24% den Iran).
In der FT/Harris-Studie wurden im Zeitraum 2.-14. August fast 10.000 Menschen in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien und Italien befragt.




