Er glaube, das Jahr der Kreativität und Innovation 2009 werde eine Quelle der Inspiration sein. Es solle sich zu ‚einem großen Baum’ entwickeln und nicht als ‚einjährige Pflanze’ enden, meinte Bildungskommissar Ján Figel’.
Die EU solle die derzeitige Wirtschaftskrise dazu nutzen, strategische Ziele sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene zu entwickeln und die Bedingungen für die Entwicklung von Kreativität und Innovation zu verbessern, erklärte der Kommissar.
Die Zeit für Europa sei nie besser gewesen, um Flexibilität zu zeigen, betonte er. Diejenigen, die in Kreativität und Innovation investierten, würden in Zukunft wettbewerbsfähiger sein, als diejenigen, die dies nicht täten, fügten Figel’ hinzu.
Investition in die Zukunft
Die Sonderbotschafter des Europäischen Jahres, die bei der Auftaktveranstaltung anwesend waren, begrüßten den Aufruf des Kommissars, zusätzliche Gelder zur Verfügung zu stellen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Union zu verbessern. Sie schlugen vor, dieses Geld in Bereichen wie der Bildung von Humankapital, der Produktivitätssteigerung und dem Umweltschutz einzusetzen.
Innovation könne dabei helfen, die Herausforderungen des Umweltschutzes zu meistern, erklärte Nokias stellvertretender Vorstandsvorsitzender und früherer Premierminister Finnlands Esko Aho, der der Gruppe der Botschafter vorsitzt.
Aho ermahnte die EU-Länder, in Zeiten der Krise ihre Gelder für die FuE nicht zu kürzen, um kurzfristige Lösungen zu finden. Er betonte, dies wäre ein „großer Fehler“.
Aho nannte Finnland als Beispiel und meinte, er habe Anfang der 90er-Jahre, als er den Posten des finnischen Premierministers innehatte, schwerwiegende Entscheidungen treffen müssen, um das dramatische Negativwachstum von 7% aufzuhalten.
Mit Blick zurück gestand er ein, dass die Reformen in krisenfreien Zeiten nicht durchgeführt worden wären. Krisen seien eine gute Gelegenheit, um voranzuschreiten, sagte Aho und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass Europa die Gelegenheit, die die aktuelle Krise biete, ergreifen werde.
Bildung von grundlegender Bedeutung
Die Botschafter waren sich außerdem alle einig, dass moderne Bildungssysteme für die Errichtung wissensbasierter Gesellschaften von grundlegender Bedeutung seien. Sie forderten die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den Regierungen, den Hochschulen und dem Wirtschaftssektor, um die Bildungssysteme auf allen Ebenen zu verbessern.




