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Inflation erreicht neues Rekordhoch: Wirtschaftliche Aussichten sind düster [DE]

Veröffentlicht 01. August 2008 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Inmitten von sich allgemein verschlechternden wirtschaftlichen Indikatoren habe die Inflation in der Eurozone ein neues Rekordhoch erreicht, so Schätzungen von Eurostat, die gestern (31. Juli 2008) veröffentlicht wurden.

Nachdem die Inflation im Juni auf vier Prozent angestiegen war, wird erwartet, dass sie im Juli auf 4,1% steigen wird – der Höchststand seit der Schaffung der Eurozone im Jahr 1999. Darüber hinaus werde keines der Euroländer das EU-weite Ziel erreichen, die Inflation unter zwei Prozent zu halten, so Eurostat (siehe Links Dossier  über die Reform des Stabilitäts- und Wachstumspakts). 

Eurostat sagte, die steigende Inflation gründe hauptsächlich in den konstant steigenden Preisen für Lebensmittel und Kraftstoff, die negative Auswirkungen auf andere wirtschaftliche Indikatoren hätten. Wie die Kommission am Dienstag (29. Juli 2008) eröffnete, habe die wirtschaftliche Aktivität in der EU und der Eurozone immer weiter abgenommen und befinde sich nun unter dem langfristigen Durchschnittswert.

Dafür seien, dem Indikator des Geschäftsklimas (BCI) zufolge, der allgemeine Anstieg der Nachfrage sowie bedeutend sinkende Exporterwartungen verantwortlich.

Die Zuversicht von Unternehmen und Verbrauchern hat seit März 2003 einen Tiefstand erreicht und ist in der gesamten EU um 5,8% und in der Eurozone um 5,3% gefallen. Große Mitgliedstaaten wie Italien und das Vereinigte Königreich sind mit den größten Einbrüchen konfrontiert (-9,6% und 7,2%).

In Großbritannien, einer von Europas am schnellsten wachsenden Wirtschaften in den 1990er Jahren, scheinen die Rezessionsängste Wirklichkeit zu werden. Den jüngsten Zahlen zufolge, die das britische statistische Amt gestern (31. Juli 2008) veröffentlichte, verzeichne die britische Wirtschaft das langsamste Wachstum seit 2001; das BIP sei in den vergangenen drei Monaten um nur 0,2% gestiegen.

Verglichen damit war das BIP im Vorjahr um 1,6% gestiegen. In diesem Jahr wird ein Wirtschaftswachstum um 1,8% erwartet.

Trotz der sich verschlechternden Aussichten erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF), dass Großbritannien bessere wirtschaftliche Leistungen erzielt als andere wirtschaftliche Schwergewichte wie die Eurozone (1,7%), die USA (1,3%) und Japan (1,5%).

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