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Stellenangebot registrierenEine Gruppe von Designern, Künstlern, Forschern und Entwicklern arbeiten an einem Manifest für Kreativität und Innovation, das später in diesem Jahr veröffentlicht werden soll. Eine frühe Version dieses Planes, der Teil des Europäischen Jahrs für Kreativität und Innovation (EYCI) ist, könnte bereits im Juni fertig sein, so Ján Figel, der EU-Kommissar für Kommissar für allgemeine und berufliche Bildung und Kultur.
Das Europäische Jahr der Kreativität und Innovation
(EYCI) wurde im Januar
gestartet, um kreatives Denken in Europa zu fördern und der EU zu helfen, mit den USA gleichzuziehen, die allgemein als innovativer angesehen werden (EurActiv am 26. Februar 2009).
Als Teil des EYCI wurde eine Expertengruppe von 27 Botschaftern aus einem breiten Spektrum von Menschen mit verschiedenem Wissen und Können zusammengestellt, die auch die Kreativen Künste, Wissenschaft und Politik umfassen. Den Vorsitz der Gruppe übernimmt der ehemalige finnische Premierminister Esko Aho.
Die Botschafter trafen sich zum ersten Mal im Januar in Prag und es wird erwartet, dass sie ihr drittes Treffen im Juni in Brüssel abhalten werden. Das endgültige Ziel der Gruppe ist es ein Manifest zu erarbeiten, dass Innovation und Kreativität in Europa fördern soll.
Die Gruppe der 27 Botschafter traf sich gestern (25. März 2009) in Brüssel, um an der Ausarbeitung eines Manifestes zu arbeiten.
Kommissar Figel sagte, die Botschafter seien autonom und unabhängig und würden konkrete Empfehlungen, wie Europa kreativer und innovativer werden könne erarbeiten.
Das Manifest wird Zuständigkeitsbereiche von Mitgliedsstaaten respektieren, aber kann auch ein gemeinsames Grundprogramm für Lösungen definieren, die dazu beitragen können, dass Europa den Weg aus der derzeitigen Krise durch Investitionen findet, so Figel. Er fügte hinzu, dass die Gruppe sich wieder im Juni treffen würde, wenn eine abschließende Verlautbarung Gestalt annehmen sollte.
Es wird erwartet, dass prägnante Vorschläge für Empfehlungen im Bereich Bildung, das Ausgeben von Forschungsgeldern sowie Innovationen am Arbeitsplatz gemacht werden.
Erik Spiekermann, ein Professor und Drucktechnik- Designer aus Deutschland sagte, dass er froh gewesen sei, den Ausdruck „Manifest“ zu hören, da dies unter anderem bedeute, dass dies der Beginn einer Bewegung sei.
Wenn man das Wort höre, so denke man normalerweise an das Kommunistische Manifest – sogar die Dadaisten hatten ein Manifest. Jede Bewegung in der Geschichte habe ein Manifest. Dies bedeute, man würde hier eine Bewegung starten. Man solle dies auch fortsetzen, wenn das Jahr vorbei sei. Das allererste Manifest das je existiert habe, seien die zehn Gebote gewesen. Weiter sagte Spiekermann dass er sich ebenfalls sieben bis zehn Gebote wünsche, nach denen man leben solle. Außerdem wünsche er sich, dass noch mehr Menschen die Bewegung unterstützten.
Der in Dänemark lebende Innovationsforscher Professor Bengt-Åke Lundvall sagte, dass das Manifest auch die derzeitige globale Wirtschaftskrise mit einbeziehen solle, die Europa zutiefst getroffen habe. Die Krise schaffe Veränderung in der Politik und in den Institutionen. Wenn man auf die Dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts zurückblicke, so seien viele der fundamentalen institutionellen Umbrüche, die das Wachstum nach dem Zweiten Weltkrieg schafften, in dieser Zeit begonnen worden. Deshalb denke er, dass hierdurch das Potential geschaffen werde, Diskussionen zu ermöglichen, die schon lange hätten geführt werden müssen.
Er sagte, die Botschafter sollten Ideen finden, die verständlich und konstruktiv seien, und sich auf die Schaffung von Wissen, Innovation und Kreativität im Kontext der aktuellen wirtschaftlichen Situation beziehen. Mann müsse grundlegende Prinzipien schaffen, aber auch konkrete Ideen finden, um wirksam zu sein.
Die belgische Molekularneurologin Christine van Broekhoeven sagte, dass das Manifest ihrer Meinung nach besonders aussagekräftig sein solle. Vielleicht solle man es in Aufzählungspunkten präsentieren. Es sei wichtig, dass man nicht bloß eine Erklärung abgebe, sondern auch einen Plan zur Umsetzung dieser Aussagen habe. In den Zeiten der Finanzkrise sollte diese Erklärung eine positive Botschaft für die Zukunft geben. Es sollte auch aussagen, dass es zum aktuellen Zeitpunkt falsch sei, bei Innovation und Kreativität zu sparen. Es gäbe wichtige erhebliche Einschränkungen, es wäre jedoch unklug bei der Forschung zu sparen. Das Manifest könne auch eine Warnung darüber sein, was mit Innovation und Kreativität in Zeiten wie dieser passieren könne, so van Broekhoeven.
Der portugiesische Künstler Leonet Moura, sagte dass Manifeste normalerweise mit etwas Neuem verbunden seien. Er sehe dieses Manifest, als Chance etwas Neues zu schaffen. Er wisse allerdings nicht, ob es möglich sei dies zu schaffen, da die Aufgaben nicht leicht seien. Es sollte alle Aspekte beinhalten, die Kreativität und Innovation für die Gesellschaft bedeuteten. Moura sagte weiter, dass er ein neues Konzept von Kultur wolle, da das heutige Konzept noch aus dem letzten Jahrhundert stamme.
Damini Kumar, ein Designer und Entwickler der in Irland lebt, sagte das Manifest solle für die gesamte Gemeinschaft von Bedeutung sein. Für ihn solle das Manifest die Frage beantworten, warum man dies tue und wie die Öffentlichkeit davon profitieren könne. Man könnte sehr viel bewegen, wenn Menschen das Manifest lesen und verstehen könnten und dann davon lernten es anzuwenden, so Kumar weiter.