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Stellenangebot registrierenLaut der Unternehmensgesandten Françoise Le Bail von der Europäischen Kommission, werden dieses Jahr in Europa bis zu 200.000 Firmeninsolvenzen erwartet. Sie sagte auch, dass die Weigerung der Banken dem Mittelstand Geld zu leihen, tausende rentable Unternehmen in die Insolvenz treiben wird.
Die Europäische Kommission sagte, dass die Wirtschaftskrise den Mittelstand erst nach den großen Unternehmen getroffen habe, kleine Unternehmen jetzt aber stark leiden würden. Eine entscheidende Ursache der Schwierigkeiten für Unternehmen sei der erschwerte Zugang zu Krediten, da die Bereitschaft der Banken Kredite zu verlängern, in den letzten Monaten stark gesunken sei.
Um dagegen vorzugehen, hatte die Europäische Investitionsbank ihre Unterstützung für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) aufgestockt und wird im Verlauf der nächsten drei Jahre 30 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Es hatte Beschwerden gegeben, dass die Finanzhilfen die KMU zu langsam erreichen, jedoch bestehen die Bank und die Kommission jetzt darauf, dass die Infrastrukturen zur Verteilung der Kredite nun vorhanden sein.
Kritik, dass mehr zur Rettung von großen Unternehmen getan wurde als zur Unterstützung des Mittelstandes, wurden von der KMU-Expertin Françoise Le Bail zurückgewiesen.
Unterdessen wird weiterhin daran gearbeitet, die verwaltungsbezogenen Hürden für den Mittelstand abzubauen, indem der Small Business Act, umgesetzt wird, der letzten Juni eingeführt wurde.
Auf einer Arbeitsgruppe des European Business Summits in der letzten Woche, sprach sie die zum Thema „KMUs in Krisenzeiten: Bürokratie oder Roter Teppich?“ (SMEs in times of crisis: red tape or red carpet?) und sagte, dass 19 EU-Mitgliedsstaaten bereits Konjunkturpakete für ihre Volkswirtschaften eingeführt hätten, die kleinen Firmen direkt helfen werden.
Le Bail sagte, die Kommission sei auf dem Weg den Small Bussiness Act auf den Weg zu bringen, der es kleinen Unternehmen einfacher erleichtern würde, indem man Bürokratie abbaue. Dies beinhalte Veränderungen in der Verordnung zur Verzugszahlung (Late Payments Directive), die bereits diese Woche bekannt gegeben werden könnten.
Die Änderungen sehen vor, dass öffentliche Behörden Privatfirmen innerhalb von 30 Tagen bezahlen.
Arndt Kirchoff, der Vorsitzende des KMU-Ausschusses von BusinessEurope
s (KMU-Kommitee) sagte , dass die umgeschriebene Verordnung dringend benötigt würde, um Geld in das System zu pumpen und um Firmen zahlungsfähig zu halten, da die Kreditklemme tausende zahlungsfähige Unternehmen zerstören werde.
Angemessener Zugang zu finanziellen Mittel müsse gesichert sein, um den Bankrott funktionierender KMU abzuwenden, sagte Kirchhoff. Die schnelle Annahme der Verzugszahlungsverordnung ist wichtig, da Regierungen die Vergabe von Geldern verzögern würden und dies die Situation noch verschlimmere.
Kirchhoff sagte, dass der Small Business Act zwar gute Antworten zu vielen Problemen von KMUs beinhalte, seine Umsetzung aber entscheidend sei, wenn Unternehmen Firmen seinen Effekt schnell spüren sollten.
Valia Chilova, geschäftsführende Partnerin bei Marketor
und Kandidatin für die nationalen Wahlen in Bulgarien, beschrieb KMU als das „Blut der Wirtschaft“, sagte aber auch, dass die Regierung in ihrem Land es nicht geschafft habe die Hälfte aller Reformen umzusetzen, die von Betriebsverbänden vorgeschlagen wurden.
Sie kritisierte auch den Mangel an Informationen über die exakten Auswirkungen der Krise und die langsame Reaktion der Politiker ihres Landes. Sie fügte hinzu, dass noch bis Ende des letzten Jahres behauptet wurde, dass es keine Krise in Bulgarien gebe und man sich in einer starken Position befinde was, wie man feststellen musste nicht der Fall gewesen sei. Chilova sagte, dass EU-Gelder nun nicht mehr nach Bulgarien fließen würden und insbesondere KMU in Südosteuropa Schwierigkeiten dabei hätten Investoren zu finden, da niemand ihnen traue.
Luuk Borg, Vorsitzender des Sekretariats von EUREKA
sagte, dass die andauernde Krise nicht der einzige Grund zum Bekämpfen der Bürokratie sei und dass alle Verwalter eine Verpflichtung hätten, die Bürokratie abzubauen.
Borg sagte, dass die Kommission schon lange daran arbeite mit der Bürokratie fertig zu werden und Forschung und Entwicklung für KMU zugänglicher zu machen. Jedoch sei eine Erfolgsquote für Anwendungen wichtig. Man könne Menschen von kleinen Unternehmen nicht abverlangen, dass sie Geld und Zeit in Forschungsanwendungen steckten, wenn nur 8% von ihnen erfolgreich würden, sagte er.
Die Sitzung wurde vom Gründer und Herausgeber von EurActiv.com, Christophe Leclercq moderiert, der anmerkte, dass KMU und EU-Repräsentanten Veränderungen in der öffentlichen Politik verlangten, um die andauernde Krise anzugehen.
„Typischerweise kämpfen die Unternehmen gegen Interventionen, jetzt arbeiten sie mit den Politikern zusammen. Dies sollte die Grundlage für eine größere Übereinstimmung darüber schaffen was öffentliche Politik sein sollte“, sagte er.