Der EU-Kommissar für Bildung, Kultur und Jugend Ján Figel' sagte dazu, europäische Universitäten würden ihr Potential, besonders in Bezug auf die Herstellung von Kontakten in die Wirtschaft, bei weitem nicht ausnutzen.
Auf dem zweiten Universitäts- und Wirtschaftsforum am 5. und 6. Februar 2009, lobte er die Universitäten, die Industrievertretern erlauben, in universitären Ausschüssen mitzuwirken, wo sie besonders darauf achteten, dass die Lehrpläne den Erfordernissen des Arbeitsmarktes angepasst würden.
Arbeitgeber berichteten, Hochschulabsolventen hätten oftmals nicht die richtigen Kenntnisse und Fähigkeiten, die sie benötigten, sagte Figel'. Besonders gefragt seien mehr interdisziplinäre Themen und vielseitig anwendbare Fähigkeiten. Dies sei also ein Vorschlag zur Verbesserung des Hochschulwesens.
Laut Figel' werde die Kommission im April 2009 eine Mitteilung zur „Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Hochschulen“ veröffentlichen, die eine Sammlung von bereits erfolgreich durchgeführten Projekten sein solle. Sie solle als „Rezept“ für die Zusammenarbeit von Lehre und Wirtschaft dienen, fügte er hinzu.
Die Prioritäten der Kommission im Bildungssektor sind die Förderung der Mobilität der Lernenden durch die Ausweitung des Erasmus-Programms, die Verbesserung der Effizienz der Lehre und Ausbildung, das Vorantreiben von Innovationen, Kreativität und Unternehmergeist sowie die Modernisierung der europäischen Hochschulen.
Kommissar Figel' sagte, er respektiere und unterstütze das Subsidiaritätsprinzip und gab bekannt, er bevorzuge es, wenn in der Union Erfahrungen ausgetauscht würden, als wenn man die Methoden per se angleiche.




