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28. November 2009
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Medien misslingt es über Innovation zu berichten [DE][en][fr

Erschienen: Dienstag 5. Mai 2009   

Traditionelle Medienorganisationen, befinden sich in keiner besonders guten Stellung um über Innovation zu berichten, so David Nordfors der Direktor des VINNOVA Research Center of Innovation Journalism an der Stanford University in einem Interview mit EurActiv. Nordfors sagte, dass Nachrichtendienste Informationen nach Themenbereichen wie Wirtschaft, Politik und Technologie trennten; allerdings sei Innovation eher ein horizontales Thema, dass sich mit mehreren Bereichen in Verbindung bringen lasse. 

Bei einer Konferenz in Brüssel, mit dem Titel „Interfacing Innovation“ (Kopplung von Innovation), die von European Journalism Centre veranstaltet wurde sagte Nordfors, die Berichterstattung von Innovation sei ein zentraler Punkt des öffentlichen Dialogs darüber, aber die traditionelle Art die Berichterstattung zu organisieren sei hier nicht unbedingt ideal. 

Die Veranstaltung war Teil des Europäischen Jahres der Innovation und Kreativität (siehe EurActiv LinksDossier), welche dafür vorgesehen ist, die Wahrnehmung der Innovation in der Gesellschaft, der Bildung und der Wirtschaft zu verstärken.

„In den meisten Medien gibt es immer jemanden der sich um naturwissenschaftliche Berichterstattung kümmert und jemanden anderen für die Wirtschaftsnachrichten. Wenn man diese Art von Aufteilung hat, versuchen naturwissenschaftliche Journalisten Wirtschaftsnachrichten zu vermeiden, da dies nicht ihr Revier ist und die Wirtschaftjournalisten vermeiden Naturwissenschaft.“

„Dies funktioniert gut in einer Welt, wo Naturwissenschaft und Wirtschaft getrennt sind, jedoch heute, wo Innovation zur Triebkraft der Wirtschaft wird, sind diese Dinge eng miteinander verbunden. Man muss die Dinge entweder anders aufteilen oder Wege finden, zusammenzuarbeiten, um die Geschichte der Innovation zu schreiben.“ 

Nordfors erwähnte Innovation in der Medizinforschung als Beispiel eines bahnbrechenden Themas, das sowohl die Wirtschaft, die Naturwissenschaften, als auch die Politik anschneide. 

Er sagte, die Abdeckung dieses Themas bedeute, ein Interesse am Einfluss der Pharmaindustrie auf die Richtung der Forschung zu nehmen und daran, wie sie das Patentsystem ausnutze, um ihre Innovationen zu schützen. 

Nordsfors, der im Jahr 2003 den Begriff „Innovation Journalism“ prägte, glaubt die Medien seien ein entscheidender Teil des sozialen Engagements bei aufstrebenden Technologien und Nachrichtenkanäle könnten dabei helfen, ihnen eine neue Sprache zu geben, mit welcher solche Themen diskutiert werden könnten. 

„Innovativer Journalismus berichtet darüber, wie Ideen zu neuen Werten in der Gesellschaft werden und das Ökosystem verschiedener Akteure die im Prozess der Innovation teilhaben. Geschäftsleute, Technikexperten und Politiker haben oft verschiedene Wörter um das gleiche zu bezeichnen. Diese Menschen lesen traditionell verschiedene Nachrichten.“ 

„Also denke ich, dass man einfache Geschichten darüber braucht, wie diese Dinge zusammenhängen, so dass jeder mit einem Interesse daran, lesen und verstehen kann, wie neue Technologien, Geschäftsthemen und die Politik zueinander geraten. Wenn man dies tun kann, kann man auch eine gemeinsame Sprache entwickeln“, sagte er. 

Um das vollständige Interview zu lesen, klicken Sie bitte hier.

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