Dr. Wolfgang Plischke, ein Vorstandsmitglied der Bayer AG und Vizepräsident des Chemiebranchenlobbyisten CEFIC sagte, dass Europa alle Zutaten für eine schlüssige Innovationspolitik habe, allerdings sei ein einheitliches Regelwerk von Nöten.
Auf einer Konferenz über Innovationspolitik und die Klimakrise sprechend, die von ENDS Europe veranstaltet wurde, sagt er dass die Bereitstellung für mehr Mittel in existierende Forschungsprogramme nicht viel verbessern würde, solange nicht das politische System reformiert sei.
Innovation braucht einen Fürsprecher auf der höchsten Ebene. Der nächste Kommissionspräsident sollte die Innovationspolitik leiten und nationale Regierungen dazu ermutigen, zusammenzuarbeiten, so Plischke.
Plischke sagte außerdem, dass die EU genügend Forschungsinitiativen habe, aber Mangel in gemeinsamen Ansätzen. Wenn man 27 verschiedene Ansätze habe, würde dies nicht helfen. Innovative Lösungen zu finden würde auch nicht immer Forschung voraussetzen, so Plischke weiter.
Nach den Angaben des Spezialisten der Chemieindustrie ist der Anteil von Forschung und Entwicklung der für Innovation ausgegeben wird gering und es sollte ein größerer Schwerpunkt auf die Zusammenführung von Ideen gelegt werden, die dann Früchte tragen. Er betonte auch, dass die Industrie sich nach einem zuverlässigen Regelwerk sehne, damit zukünftige Projekte besser entwickelt werden können.
Die Situation richte sich ständig nach der Situation in den Mitgliedsstaaten. Man rufe die Kommission dazu auf, ihre Politik zu harmonisieren, sagte Plischke.




