Dirk Van Damme sagte, dass das derzeitige System der Aufteilung des Wissens in Fakultäten aufgelöst werden solle, wenn Europa es zu einem neuen Hochschulsystem bringen wollte, dass Studenten mit kritischen Fähigkeiten ausstatte.
Man solle Fakultäten abschaffen, denn sie seien das konservativste Bollwerk gegen Wandel überhaupt. Europa müsse einen radikalen transdisziplinären Ansatz finden, da die meisten interessanten Geschehnisse am den Grenzen der Disziplinen stattfänden, so Van Damme.
Bei einer Debatte des European Policy Centre über Kreativität in Klassenzimmern, die Teil des Europäischen Jahrs der Innovation und Kreativität war, sagte Van Damme, dass der wirtschaftliche und soziale Fortschritt in Europa von seinem Bildungssystem abhänge.
Im Vergleich zu Japan oder sogar China seien europäische Schulen viel innovativer. Japan würde Hierarchie und Respekt vermitteln, während europäische Schulen das Hinterfragen von der Konventionen lehren würden.
Man habe den Bildungserfolg in Europa verbessert und habe noch immer mit der Revolution der Bildung zu kämpfen. Sollte man zur nächsten Stufe der Entwicklung übergehen, dann müsste dies neu entdeckt werden, so Van Damme.
Trotzdem zeigte er sich besorgt, dass die Bildungsminister in der EU immer stärker versuchen würden mehr und mehr Informationen in die Lehrpläne zu pressen und dass ein ausgeglichener hingegen Ansatz hier die bessere Lösung wäre.
Er erwähnte ebenso die Bedeutung der Bildungsqualität und die der Ausbildung von Lehrern und warnte, dass der Druck zu mehr Innovation in der Bildung zu nichts führen würde, wenn der Schwerpunkt nicht auf die Entwicklung von Exzellenz gelegt.




