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Elektronische Gesundheitsdienste (E-Health), technische Textilien, nachhaltiges Bauen, Wiederverwertung, biobasierte Produkte und erneuerbare Energien – dies sind die sechs Bereiche, die ein hohes Wachstums- und Innovationspotential aufweisen und die von der Leitmarkt-Initiative der Kommission erfasst werden sollen.
„Leitmärkte
“ sind Märkte mit hohem Wachstumspotential für Forschung sowie innovative Güter und Dienstleistungen. Das Konzept wurde im Januar 2006 durch den ‚Aho-Bericht’ über die ‚Schaffung eines innovativen Europas
’ in die EU-Terminologie eingeführt.
Der Bericht war das Ergebnis einer kleinen Expertengruppe, deren Vorsitz der ehemalige finnische Premierminister, Esko Aho, innehatte. Sie wurde im Oktober 2005 vom Europäischen Rat in Hampton Court ernannt, um zu untersuchen, welche neuen Bemühungen im Bereich Forschung und Innovation notwendig sind, um die Ziele von Lissabon zu erreichen.
Die Leitmarkt-Initiativen konzentrieren sich auf Bereiche, in denen öffentliche Behörden die Innovationstätigkeiten der Wirtschaft erleichtern können. Dies geschieht durch die Schaffung günstiger Rechts- und Regulierungsrahmen, durch die Festlegung von Standards, durch eine Verbesserung des Zugangs zu Risikokapital, durch die Unterstützung der Forschung und durch das Handeln als Erstkunde.
Die Kommission hat am 21. Dezember 2007 eine Mitteilung
über eine Leitmarkt-Initiative für Europa angenommen. Deren Annahme wurde jedoch erst am 7. Januar 2008 verkündet.
Die ersten sechs Leitmärkte, in denen Innovationslösungen unterstützt werden, werden sein:
Im Anhang der Mitteilung wurde für jeden der sechs Märkte ein Aktionsplan für die kommenden Jahre dargelegt.
Die Aktionspläne
enthalten Einzelheiten darüber, wie die Gesetzgebung in jedem der Bereiche verbessert werden wird, um Innovationen zu fördern, sowie darüber, wie das öffentliche Auftragswesen, Normung, Kennzeichnung und Zertifizierung gestärkt werden können.
Die Pläne enthalten weiterhin ergänzende Instrumente, wie Dienste zur Unterstützung von Unternehmen und Innovation, sowie finanzielle Unterstützung und Anreize.
Eine der Mitteilung beigefügte Folgenabschätzung
geht davon aus, dass durch den Beitrag des konzentrierten Ansatzes der Leitmark-Initiativen das gesamte Marktvolumen aller sechs Märkte bis 2020 mehr als verdoppelt werden könnte und dass etwa eine Million neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten.
Die Kommission wird in Zukunft in Erwägung ziehen, die Leitmark-Initiativen auf andere Marktbereiche zu ergänzen, wenn diese „den definierten Kriterien entsprechen“ und „für eine vergleichbare Initiative reif sind”, und wenn sich die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und anderen Stakeholdern bei den ersten sechs Initiativen als erfolgreich erwiesen hat.
„Diese Leitmarktinitiative ist der erste Schritt im Prozess aktiver politischer Unterstützung und Anreize, der Europa in die Lage versetzen wird, die Vorteile der wissensgestützten Biowirtschaft umfassend zu nutzen. Wir sind erfreut, dass die Kommission einen integrierten Ansatz angenommen hat, der alle wichtigen Politikbereiche - wie Forschung und Innovation, Umwelt, Landwirtschaft, Industrie, Verkehr und Energie - zusammenbringt, um einen gemeinsamen Aktionsplan in diesem Bereich auszuarbeiten. Wir ermuntern die Kommission und die Mitgliedstaaten, dieser Mitteilung konkrete Maßnahmen folgen zu lassen, um die vollen Vorteile und eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit für den europäischen Markt bereitzustellen“, sagte Ian Hudson, Präsident von DuPont Europe, Middle East & Africa und Vorsitzender des Industrie-Biotech-Ausschusses von EuropaBio.
Johan Vanhemelrijck, Generalsekretär von EuropaBio, sagte, man müsse sicherstellen, dass man ein kohärentes, koordiniertes und umfassendes Rahmenpapier vorbringe, das die Entwicklung biobasierter Produktmärkte unterstütze. Wenn die Politiker richtig vorgingen, könnten biobasierte Produkte und Biotechnologien der Schlüssel sein, um die Tür zu einer ökologisch und wirtschaftlich nachhaltigen Zukunft Europas zu öffnen.