Bei einer programmatischen Rede beim fünften Tag für Wachstum und Innovation, der jedes Jahr von Microsoft ausgerichtet wird, sagte Vondra, dass die Kosten des Patentierungsprozesses eine große Hürde für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) darstellten und sie davor abschrecke, neue Produkte auf den Markt zu bringen.
Der Schlüssel zur Innovation in Zeiten der Krise, sei die Schaffung von Anreizen. Das Fehlen von Rechten an geistigem Eigentum (IPR) könne fatal für KMU sein, die der Hauptmotor der Wirtschaft seien und deren Innovation, laut vieler Studien, die ihrer größeren Konkurrenten an technologischer Bedeutung überträfen.
Er rief die EU dazu auf, die Verhandlungen zu einem gemeinsamen europäischen Patentrecht zur Priorität zu erklären und Wege zu finden, bei der Übersetzung und den Anforderungen des Prozesses, Einsparungen zu machen.
Tschechien habe es sich, im Rahmen seiner Ratspräsidentschaft, zum Ziel gesetzt, diesen Prozess voranzutreiben, sagte er. In einer Erklärung, die nach dem Treffen veröffentlicht wurde, verkündete der Rat sich der Schaffung eines Gemeinschaftspatentes und eines Systems zur Streitregelungen im Bezug auf Patente zu widmen.
Alexandr Vondra betonte auch, dass es notwendig sei, Hindernisse für Mobilität von Forschern abzubauen und sagte, dass Tschechien im Rahmen seiner Ratspräsidentschaft, die Arbeit seiner französischen Vorgänger weiterverfolgen werde.
Er sagte, dass eine Weiterentwicklung des Europäische Forschungsraumes (ERF) von entscheidender Bedeutung sei und kritisierte die mangelnden Kontakte unter den europäischen Forschern, wo viel Potential verschenkt werde.
Es sei nicht normal, dass die EU, trotz der hohen Qualität seiner vielen Forscherteams, so wenige anerkannte Exzellenzzentren habe. Außerdem sei es nicht normal, dass die EU keine Universität habe, die sich unter den Top-20 der Welt für Maschinenbau und Informatik befindet.
Er bat um Hilfe diese Zerstreuung zu überkommen und sagte, dass der tschechische Ratsvorsitz eventuell die Möglichkeit in Betracht ziehen werde, eine Zusammenarbeit zwischen kleineren Mitgliedstaaten zu fördern, um die oft begrenzten Finanz- und Humanressourcen zu bündeln.
Der Wettbewerbsrat signalisierte seine Zustimmung zu den von Vondra skizzierten nötigen Schritten und forderte eine „vermehrte Weiterentwicklung und Koordination der ERF Partnerschaftsinitiativen“.
Man kam außerdem zu der Übereinkunft, dass die Zusammenarbeit von nationalen Forschungsprojekten, sowie die Verbesserung der Mobilität der Forscher verbessert werden müsse.
Diese Maßnahmen könnten durch die effektive Implementierung der Leitmarkt-Initiative und durch Cluster Development ergänzt werden.




