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Wirtschaftsprognose: EU ist “verhalten, aber optimistisch” [DE]

Veröffentlicht 25. April 2008 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Obwohl erwartet wird, dass das Wirtschaftswachstum sich auch weiterhin verlangsamen wird, halten europäische Unternehmen die Wirtschaft der EU für intakt genug, um die USA im dritten Jahr infolge zu übertreffen. Dies geht aus einer Einschätzung von BusinessEurope hervor.

Trotz des Rückgangs des Wachstums von 2,9% im vergangenen Jahr wird erwartet, dass die Volkswirtschaften der EU in diesem Jahr Wachstumsraten von zwei Prozent und 2009 von 2,1% erreichen werden. Die Aussichten in den USA sind trüber: Es wird erwartet, dass das Wirtschaftswachstum eine Marke von 1,5% nicht übersteigen wird. Dies geht aus dem Wirtschaftsausblick des Unternehmensverbandes hervor, der am 24. April 2008 – und somit nur vier Tage vor der Veröffentlichung der offiziellen Statistiken der Kommission – veröffentlicht wurde. 

Diese positive Prognose hat hauptsächlich eine beträchtliche Verbesserung der Arbeitsmärkte zur Ursache, insbesondere in Deutschland, sagte Philippe de Buck, Generalsekretär von BusinessEurope. Infolge der Schaffung von mehr als zehn Millionen neuer Arbeitsplätze in den vergangenen drei Jahren seien die europäischen Unternehmen zuversichtlich, dass sie in diesem Jahr weitere zwei Millionen Arbeitsplätze schaffen könnten, so de Buck.

Die europäischen Unternehmen seien stabil und investierten und exportierten weiterhin und schafften trotz all der Unsicherheiten weiterhin Arbeitsplätze, sagte er.

Die neuen Mitgliedstaaten Litauen, Bulgarien und Lettland verzeichnen mit über sechs Prozent die höchsten Wachstumsraten. Der Unternehmensverband  schätzt jedoch, dass die großen Mitgliedstaaten vermutlich nur ein schwaches Wachstum erfahren werden.

Nach den schwachen Leistungen Italiens im Jahr 2007 – nur 1,5% Wachstum – wird erwartet, dass das Land in diesem Jahr das Schlusslicht der Liste bilden wird. De Buck erklärte, selbst die Aussicht auf ein Jahreswachstum von 0,7% in diesem Jahr könnte sich als zu optimistisch erweisen.

Steigende Öl- und Rohstoffpreise sowie eine drohende Rezession in den USA werden als die größten Hindernisse weiteren Wachstums erachtet, sagte BusinessEurope.

De Buck verlieh seiner Zuversicht Ausdruck, dass die derzeitigen Preisanstiege dank der Stärke des Euros und dank eines effizienteren Gebrauchs von Energie, als dies bei Wettbewerbern der Fall sei, gedämpft werden könnten. Dennoch äußerte er auch seine Bedenken, dass das Risiko einer Rezession auf der anderen Seite des Atlantiks in den kommenden Quartalen einen starken Druck auf die europäische Wirtschaft ausüben werde. 

Er schloss, dass es nun Sache der Regierungen sei, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Zuversicht der Unternehmen zu stützen. Eine Priorität sei, den „Inflationsdruck“ einzudämmen, sagte de Buck. Die Inflationsrate wird in diesem Jahr vermutlich auf 2,8% steigen und somit die Kaufkraft der Bürger erheblich verringern. Es wird jedoch erwartet, dass sie 2009 auf 2,3% fallen wird.

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