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Italiens Vorsprung bei intelligenten Zählern zahlt sich aus – Enel

Veröffentlicht 04. Februar 2010
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Italien ist ein europäischer Vorreiter bei der Einrichtung so genannter intelligenter Zähler, mit denen Haushalte ihren Stromverbrauch besser nachvollziehen können. Dies sagte Livio Gallo von Enel in einem Interview mit EurActiv.

"Das italienische Tarifsystem hat Investitionen in neue intelligente Zähler sowie den Austausch aller alten Zähler ermöglicht", sagte Gallo, Leiter der Abteilung Infrastruktur und Netze beim italienischen Versorgungsunternehmen.

Gleichzeitig hätten Energieverteiler von einer 5-prozentigen Senkung ihrer jährlichen Kosten für die Zählerverwaltung profitiert.

"Aus diesem Grund sind die finanziellen Auswirkungen sowohl für Systembetreiber als auch für Kunden mittelfristig vernachlässigbar", so Gallo.

Zudem hätte sich der Störungszeitraum pro Kunde mehr als halbiert: von 128 Minuten jährlich auf nur 49 Minuten. Dadurch seien die damit verbundenen jährlichen Kosten für Verteilernetzbetreiber pro Kunde von 80 auf 49 Euro zurückgegangen.

Gallo zufolge können intelligente Zähler die Energieeffizienz durch Ablesungen des Zählerstands in Echtzeit deutlich steigern. Enel schätzt, dass die Verbrauchsspitzen aufgrund größerer Sensibilisierung der Kunden sowie klarer Preissignale um 5% zurückgegangen sind.

Der nächste Schritt wäre nun eine Kürzung der Treibhausgasemissionen, indem Kleinanlagen für erneuerbare Energien ins Stromnetz integriert würden. Dabei wird erneuerbare Energie vor Ort produziert, indem Stromverbraucher ihren selbst produzierten Strom beispielsweise aus Dachsolarzellen oder kleinen Windanlagen an das Netz zurückverkaufen.

"Dies soll dadurch erreicht werden, dass der Strom aus unterschiedlich verteilten erneuerbaren Quellen an die Nachfrage von Verbrauchern mit intelligenten Zählern angepasst wird", erklärte Gallo.

Enels zwei Milliarden Euro schweres Investitionsprogramm hat innerhalb von fünf Jahren alle italienischen Kunden der Firma mit intelligenten Zählern ausgestattet. Dies ist bei weitem das größte Programm seiner Art in Europa.

Gallo glaubt, das Unternehmen habe von diesem frühen Vorgehen profitiert. Er wies die Mutmaßung zurück, dass sich seine Investitionen durch künftige neue Standards für Zähler vielleicht nicht auszahlen würden.

"Sollte das System zu einem späteren Zeitpunkt überarbeitet werden, um neue Standards und Ausstattungen zu berücksichtigen, können wir uns auf unsere Erfahrung und auf alle relevanten Daten verlassen", erklärte Gallo.

Zudem fange Enel derzeit mit der Installation von 13 Millionen intelligenter Zähler in Spanien an. Die dabei verwendete neue Technologie basiere auf dem System, das für die italienischen Kunden des Unternehmens verwendet werde.

"Wie nach der Einführung des Projekts in Spanien geplant, schaffen wir eine offene Zählervereinigung, die den europäischen Ländern dabei helfen wird, gemeinsamen europäischen Standards beizutreten", so Gallo.

Um das ganze Interview zu lesen, klicken Sie bitte hier.

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