Derzeit treffen sich Delegationen aus 187 Ländern auf Bali zur Weltklimakonferenz der UN, die noch bis zum 14. Dezember 2007 fortgesetzt wird. Die Idee eines ‚Technologietransfer-Fonds’, in den Industrienationen einzahlen müssten und aus dem Entwicklungsländer Gelder für die Finanzierung von sauberen Energietechnologie-Projekten oder für den Erwerb von Patenten beziehen könnten, wurde von China vorgebracht.
Während der asiatische Riese – mittlerweile der weltweit größte Treibhausgasemittent – weiterhin Forderungen nach verbindlichen Zielen zur Senkung von CO2 für Entwicklungsländer zurückwies, bestand das Land darauf, dass reiche Staaten mehr für die Verbreitung sauberer Technologien tun müssten.
Laut der chinesischen Delegation seien die Bemühungen bisher ‚kläglich’ gewesen.
Im vergangenen Jahr ist es durch den Clean-Development-Mechanismus gelungen, den Entwicklungsländern fünf Milliarden US-Dollar für die Senkung der Treibhausgasemissionen zukommenzulassen. Die UN schätzt jedoch, dass bis zum Jahr 2030 die Bemühungen zur Milderung des Klimas eine jährliche Investition von 200 Milliarden US-Dollar benötigen werden. Fast die Hälfte davon würde in Entwicklungsländern notwendig sein.
Ein Bericht, der am 3. Dezember 2007 vom World Business Council for Sustainable Development (WBSCD) veröffentlicht wurde, bemerkt, dass hunderte von Projekten ‚kurz vor deren Start’ gestoppt worden seien, obwohl es dem CDM gelungen sei, saubere Technologien in einigen Entwicklungsländen einzuführen. Gründe hierfür seien langwierige Genehmigungsverfahren, die Unsicherheit in Bezug auf wirtschaftliche Erträge und Sorgen über den Diebstahl geistigen Eigentums gewesen.
Das Ergebnis sei, dass sich Projekte auf eine ausgewählte Gruppe von Ländern, wie China, Brasilien und Indien, konzentriert hätten, in denen das bestehende Marktpotenzial hoch sei. Der afrikanische Kontinent konnte nur drei Prozent aller CDM-Projekte für sich gewinnen, hauptsächlich innerhalb Südafrikas.



