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Bericht: Globale CO2-Emissionen nehmen trotz Bemühungen zu [DE]

Veröffentlicht 30. September 2008 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Die Bemühungen, die CO2-Emissionen im Rahmen des Kyoto-Protokolls zu reduzieren, seien nicht ausreichend, um den Anstieg der Emissionen sowohl in Industrieländern als auch in Entwicklungsländern aufzuhalten, so das Global Carbon Project. 

Den aktuellsten, vom Global Carbon Project am 26. September 2008 veröffentlichten Zahlen zufolge hat der CO2-Anteil in der Atmosphäre seit 2000 viermal schneller zugenommen als im vorangegangenen Jahrzehnt. Zehn Milliarden Tonnen CO2 wurden im Jahr 2007 ausgestoßen, während die Effizienz von CO2-Speichern abgenommen hat. Das könnte zur höchsten CO2-Konzentration seit 20 Millionen Jahren führen, so der Bericht ‚Carbon Budget 2007’. 

Die jüngste Aktualisierung der Daten über den CO2-Haushalt zeige, dass der Anstieg sowohl der CO2-Emissionen als auch des CO2-Anteils in der Atmosphäre in einer bislang ungekannten Geschwindigkeit verlaufe und das erstaunlicherweise in einem Jahrzehnt, in dem intensive internationale Maßnahmen eingeleitet worden seien, um den Klimawandel zu bekämpfen, sagte der Exekutivdirektor des Global Carbon Project Dr. Pep Canadell.

Der Bericht offenbart außerdem einen deutlichen Wandel bezüglich der Herkunft der Emissionen. Seit der Unterzeichnung der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen im Jahr 1992 machen die Emissionen aus Entwicklungsländern über die Hälfte der weltweiten Emissionen aus.

China hat die USA als größten Verursacher von CO2-Emissionen 2006 abgelöst, während Indien voraussichtlich bald Russland überholen und zum drittgrößten Verursacher von CO2-Emissionen aufsteigen wird. Aus historischer Sicht sind die Entwicklungsländer – deren Bevölkerung 80% der gesamten Weltbevölkerung ausmacht – seit 1751 für nur 20% der gesamten Emissionen verantwortlich. Obwohl der Anstieg am schnellsten in den Entwicklungsländern stattgefunden hat, sind die Emissionen in den Industrieländern ebenfalls angestiegen, wenn auch langsam. 

Mit Bezug auf die anhaltende globale Abhängigkeit von fossilen Kraftstoffen, warnte Professor Corinne Le Quéré von British Antarctic Survey und der Universität von East Anglia, dass man sich auf das schlimmste prognostizierte Szenario des Klimawandels zu bewege, wenn dieser Trend nicht gestoppt werden könne und falls die Effizienz der natürlichen Speicher weiter abnehme.

Die EU hat sich dazu verpflichtet, ihre Emissionen bis 2020 um 20% zu reduzieren. Außerdem hat sie versprochen, ihre Emissionen sogar um 30% zu senken, falls man sich in Kopenhagen im nächsten Jahr auf ein neues globales Abkommen zum Klimawandel einigen wird können. Aus diesem Grund hat die Kommission am 23. Januar 2008 ein Paket von Vorschlägen veröffentlicht, wie man den Verpflichtungen im Kampf gegen den Klimawandel nachkommen kann (siehe EurActiv LinksDossier). 

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