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Die britische Regierung folgt dem Beispiel des „grünen“ Frühjahrsgipfels der EU und kündigt verbindliche 5-Jahres-Pläne in der Klimapolitik an. Ziel der Vorschläge ist es, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 60% zu reduzieren.
Klimawandel steht seit dem Stern-Bericht
über die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels und Al Gores Kampagne mit dem Film „Eine unbequeme Wahrheit“ („An Unconvenient Truth”) ganz oben auf der Tagesordnung der politischen Entscheidungsträger. Vergangene Woche (8. bis 9. März) haben die Staats- und Regierungschefs der EU sich geeinigt, bis 2020 die CO2-Emissionen in Europa um 20% zu reduzieren, und die Reduzierung noch zu steigern, wenn die USA und andere Wirtschaftsmächte ähnliche Verpflichtungen eingehen.
Am 13. März 2007 bestätigte der britische Umweltminister David Miliband die Verpflichtungen Großbritanniens zur Klimapolitik. Er legte Pläne der Regierung vor, welche darauf abzielen, Treibhausgasemissionen bis 2050 um 60% zu reduzieren. Der Gesetzesentwurf enthält folgende Punkte:
Der Entwurf wird einer öffentlichen Anhörung unterzogen, und muss vom Parlament ratifierzt werden.
Der britische Industrieverband CBI begrüßte die Vorschläge der Regierung. Dieser Entwurf verbinde die zwei Dinge, die man derzeit dringend benötige: langfristige Klarheit bezüglich der politischen Vorhaben und Flexibilität bei deren Durchführung, so der Generaldirektor der CBI, Richard Lambert.
Der Geschäftsführer von Friends of the Earth, Tony Juniper, äußerte ebenfalls seine Zufriedenheit, forderte aber weitere Reduzierungen (mindestens 3% pro Jahr) und den Einbezug von Emissionen durch den internationalen Luft- und Schiffsverkehr.
Die britische Konservative Partei, die am Vortag eine Besteuerung auf Luftverkehr
und Privatflüge vorschlug, forderte jährliche Reduzierungsvorschriften anstelle von 5-Jahres-Zielen.