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Druck steigt im Vorfeld der UN-Klimagespräche [DE]

Veröffentlicht 12. September 2007 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Die Staats- und Regierungschefs der G8 sowie zwölf weiterer Staaten haben sich darauf geeinigt, während einer wichtigen UN-Konferenz im Dezember 2007 an einem Kyoto-Nachfolgeabkommen zum Klimawandel zu arbeiten. Zu dieser Entscheidung kam es nach einem zweitägigen Treffen in Berlin, das abweichende Haltungen zwischen den Industrie- und den Entwicklungsländern aufzeigte.

Die Konferenz in Berlin war die dritte einer Reihe von Treffen im Rahmen des Gleneagles-Dialogs, der 2005 unter britischer G8-Präsidentschaft ins Leben gerufen wurde. Die Energie- und Umweltminister aus den G8-Staaten und aus Entwicklungsländern wie China, Indien und Brasilien nahmen an dieser Konferenz teil. Vertreter der Kommission und der portugiesischen EU-Ratspräsidentschaft waren als Beobachter eingeladen.

Laut des deutschen Umweltministers, Sigmar Gabriel, bestand der Zweck dieses Treffens, das keine formalen Verpflichtungen hervorbrachte, darin, „Strategien für eine verbesserte Technologiekooperation zwischen Industrie- und Entwicklungsländern“ zu diskutieren. Dies geschah im Vorfeld der UN-Klimakonferenz, die vom 3. bis 14. Dezember 2007 in Bali, Indonesien, stattfinden wird.

Der Bundesumweltminister hofft, dass das Treffen in Bali „ein gemeinsames langfristiges Ziel, anspruchsvolle Reduktionsverpflichtungen für alle Industrieländer und angemessene Beiträge insbesondere der Schwellenländer“ hervorbringen werde.

Gabriel fügte hinzu, ein gut funktionierender globaler Kohlenstoffmarkt mit Unterstützung durch internationale „Rahmenbedingungen für Investitionen in Energieeffizienz, erneuerbare Energien und CCS-Technologien“ (Technologien zur CO2-Abscheidung und –Speicherung) würden solche Verpflichtungen unterstützen.

Gro Harlem Brundtland, die ehemalige norwegische Premierministerin und Sonderbotschafterin der Vereinten Nationen zum Klimawandel, die ebenfalls an dem Treffen teilnahm, stellte einen ‚tiefgehenden Mangel an Vertrauen’ zwischen Entwicklungs- und Industrienationen fest. Viele der Entwicklungsländer seien der Meinung, so Brundtland, dass die industrialisierte Welt es versäumt habe, dem Versprechen von finanzieller und technologischer Unterstützung nachzukommen.

Entwicklungsländer – und China im Besonderen – haben Forderungen nach Verpflichtungen zu spezifischen CO2-Emissionssenkungen zurückgewiesen, da die Industrienationen eine historische Verantwortung hätten, den größten Teil der Last im Kampf gegen den Klimawandel zu tragen.

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