Der Besuch der EU-Delegation nach China vom 11. bis 14. Juli 2009, wurde von dem schwedischen Umweltminister Andreas Carlgren angeführt. Er wurde vom Umweltkommissar Stavros Dimas begleitet sowie dem Umweltminister Spaniens, der das EU-Ministertreffen in der nächsten Hälfte des Jahres führen wird.
Während eines Treffens mit dem Chef des chinesischen Koordinierungskomitees für den Klimawandel, Xie Zhenhua und des Umweltministers Zhou Shengxian, wiederholte die Troika die Forderungen der EU, dass die Entwicklungsländer ihre Emissionen um 15 bis 30 Prozent von den derzeitigen Niveaus bis 2020 senken sollten.
Die Gespräche folgen auf ein Treffen in der letzten Woche bei dem Major Economies Forum, wo die 17 wichtigsten Verschmutzerstaaten, Entwicklungsländer wie auch Industriestaaten, dafür stimmten die globale Erwärmung zum ersten Mal auf 2 Grad Celsius zu begrenzen (EurActiv vom 10. Juli 2009). Aber die EU besteht darauf, dass China sich zu dem 15 bis 30 Prozent-Ziel verpflichtet, wenn die die Europäer es schaffen ihre Emissionen auf 20 Prozent unter Niveaus von 1990 zu begrenzen.
Wenn man diese Zusage hätte, dann wäre es für die EU möglich, bis 30 Prozent hoch zu gehen, sagte Leif Holmberg, ein politischer Berater von Carlgren.
Der schwedische Umweltminister glaubt, dass die 2 Grad Celsius-Zusage wichtig ist, aber dass die globale Gemeinschaft zu diesem Zeitpunkt auch an mittelfristige Ziele denken soll, um den Moment der globalen Gespräche nicht zu verlangsamen, sagte Holmberg weiter.
Obwohl die Chinesen die Forderungen der EU nicht sofort ablehnten, stimmten sie wohl nicht in allen Punkten überein, so Carlgren weiter. Die Gespräche werden weiter gehen, da China zum wiederholten Male unterstrich, dass die historische Verantwortlichkeit für Emissionen bei den industrialisierten Staaten liege, die nach Chinas Ansichten bis zu 40 Prozent reduzieren sollten.
Der Hauptschwerpunkt für den Besuch, technologische Kooperation, ergab eine mehr gemeinsame Basis und die EU und China stimmten zu weitere Workshops im Bereich des Technologietransfers in der Zukunft einzurichten. Ein EU-Vorschlag sieht vor, dass alle Entwicklungsländer nationale Strategien als Beitrag zu einem neunen globalem Klimaregime beisteuern sollen, hat diese dazu veranlasst die Industriestaaten um Unterstützung bei der Annahme von sauberen Technologien zu bitten.
In der Tat lenken saubere Energiepartnerschaften die Aufmerksamkeit auf sich, während der Kopenhagener Klimagipfel immer näher rückt. Der US Handelsminister Gary Locke und der Energieminister Steven Chu sind auch diese Woche in China, um die Möglichkeiten für eine US-chinesische Kooperation im sauberen Energiesektor auszuloten.
Heutzutage sei man mehr von China abhängig, als es in den letzten 30 Jahren der Fall war, so Locke, indem er die beidseitigen Vorteile zur Schaffung von Beziehungen in diesem bereich unterstrich.



