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EU fordert Wiederbelebung der globalen Klimagespräche [DE][en][fr

Erschienen: Montag 5. Februar 2007   

Nach der Veröffentlichung eines Berichts, der zu dem Schluss kommt, dass die globale Erwärmung größtenteils auf die Menschen zurückzuführen ist, betonte Umweltkommissar Stavros Dimas, dass ein weltweites Abkommen über Klimawandel dringender denn je sei.

Die EU hat am 2. Februar 2007 die neuen wissenschaftlichen Beweise als „besorgniserregend“ bezeichnet und „verstärkte Maßnahmen weltweit zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen“ gefordert. 

„Es ist jetzt dringender denn je, dass die Weltgemeinschaft ernsthafte Verhandlungen über ein umfassendes neues internationales Übereinkommen aufnimmt, um die globale Erwärmung zu stoppen“, so Umweltkommissar Stavros Dimas.

Die Aufforderung kommt als Reaktion auf den neuen Bericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimafragen (IPCC), der am 2. Februar 2007 vorgelegt wurde. Dieser veranschlagt, dass die Durchschnittstemperaturen im Laufe des Jahrhunderts um 1,8 bis 4°C steigen werden, nachdem die Temperaturzunahme in den letzten 100 Jahren 0,7°C betragen hat.

„Selbst die günstigste Projektion ergibt einen Temperaturanstieg von über 2°C seit Beginn der Industrialisierung, ein Maß, bei dem irreversible und katastrophale Folgen nicht auszuschließen sind“, so die Kommission in einer Pressemitteilung.

Am 10. Januar 2007 hatte die Kommission einen Plan vorgelegt, wonach Europa seine Treibhausgasemissionen bis 2020 um 20% reduzieren soll, um die Abhängigkeit von importiertem Erdöl zu reduzieren und eine neue „industrielle Revolution“ auszulösen (siehe EurActiv 11. Januar 2007).

Die Kommission warnte jedoch auch davor, dass die EU, die lediglich 14% des Gesamtausstoßes in der Welt verursacht, das Problem nicht allein lösen könne.

„Zur Stabilisierung müssen die Industrieländer nun ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 30 % unter das Niveau von 1990 zurückführen“, forderte Dimas und fügte hinzu, die Kommission erwarte vor allem von den USA, dem größten Emittenten, verstärkte Bemühungen.

Derweil haben bei einer von dem französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac organisierten Konferenzexternal  über ökologische Governance in Paris am 3. Februar 2007 über 40 Staaten einen Aufrufexternal  unterzeichnet, in dem zugesichert wird, Wachstum zu fördern, das Umweltbedenken in Betracht zieht.

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