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Die Europäische Kommission kündigte am 18. September 2007 an, dass sie einen Fonds in Höhe von 50 Millionen Euro errichten werde, um Entwicklungsländer beim Kampf gegen die Erderwärmung zu unterstützen.
Die Finanzierung – bereitgestellt aus dem EU-Budget für den Zeitraum 2008 bis 2010 – soll die Entwicklungsländer darin unterstützen, mit den Auswirkungen des vom Menschen verursachten Klimawandels umzugehen.
Der EU-Kommissar für Entwicklung und humanitäre Hilfe, Louis Michel, sagte, dass der Klimawandel eine Bedrohung für alle sei, aber dass die ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder am stärksten betroffen seien. Michel fügte hinzu, dass diese Länder – und hier besonders kleine Inselstaaten - die ‚oberste Priorität’ dieser neuen Förderung seien.
Das Geld soll für die Schaffung eines neuen internationalen Systems – der Globalen Allianz für den Klimaschutz (Global Climate Change Alliance; GCCA) – genutzt werden, in dessen Rahmen die EU mit den Entwicklungsländer zusammenarbeiten wird, um Letzteren dabei zu helfen, häufige Unwetter, Überschwemmungen und Dürren, die mit dem Klimawandel in Zusammenhang stehen, besser zu bewältigen.
Im April 2007 hatte der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change; IPCC) einen zweiten Bericht angenommen (EurActiv vom 10. April 2007), der aufzeigte, dass der Klimawandel die Gesundheit von Millionen von Menschen beeinträchtigen werde und dass bis 2020 rund 250 Millionen Afrikaner mit Wasserknappheit konfrontiert sein würden.
Die Höhe der Mittel wird jedoch Entwicklungs-NGOs vermutlich enttäuschen. Oxfam hatte bereits die reichen Länder dazu aufgefordert, jährlich eine Summe von 50 Milliarden Euro für die armen Länder bereitzustellen, um diese darin zu unterstützen, den unausweichlichen Konsequenzen des Klimawandels zu begegnen. Oxfam sagte, dass die armen Länder seien am stärksten von Dürren, Überschwemmungen, Hungersnöten und Krankheiten betroffen seien (EurActiv vom 29. Mai 2007).
Falls die Globale Allianz für den Klimaschutz im Europaparlament und den 27 Mitgliedstaaten Zustimmung findet, soll sie in Zukunft zum einen gefährdete Länder darin unterstützen, Schutzmaßnahmen gegen Naturkatastrophen - wie Überschwemmungen -, zu erarbeiten und zum anderen helfen, CO2-Emissionen zu kontrollieren, zum Beispiel durch eine Verringerung der Abforstung und den Beitritt der Entwicklungsländer zu Emissionshandelssystemen, so die Kommission.
Die Allianz soll zudem als eine Plattform für den Austausch von Fachkenntnissen zwischen Entwicklungsländern dienen und ihnen dabei helfen, den Klimawandel in Strategien zur Armutsbekämpfung einzubeziehen.
Michel sagte, die Mittel der Kommission für die Schaffung der Globalen Allianz für den Klimaschutz seien nur ein „Anfang“. Er forderte die Mitgliedstaaten dazu auf, ebenfalls ihren Beitrag zu leisten, da weitere Ressourcen notwendig seien um den weitreichenden Erfordernissen gerecht zu werden.
Die 50 Millionen Euro, welche die Kommission von 2008 bis 2010 für die Schaffung der Globalen Allianz für den Klimaschutz bereitstellt, werden von weiteren 300 Millionen Euro in Form von EU-Fonds ergänzt werden, die bereits zur Verwirklichung der gleichen Ziel unter einer Reihe bestehender Maßnahmen beitragen: