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Eine kleine Anzahl europäischer Staaten hat sich mit einigen US-amerikanischen und kanadischen regionalen Initiativen zur Begrenzung und zum Handel von CO2 zusammengetan, um Informationen über Emissionshandelssysteme auszutauschen. Die neue Gruppe hofft, im Vorfeld der wichtigen UN-Klimaverhandlungen in Bali die Grundlagen für die Schaffung eines breiteren, internationalen Kohlenstoffmarktes zu legen.
Nach einem Treffen am 29. Oktober 2007 in Lissabon haben Vertreter aus sieben EU-Mitgliedstaaten, neun US-Staaten, zwei kanadischen Provinzen sowie aus Neuseeland und Norwegen die Schaffung einer International Climate Action Partnership (Internationale Partnerschaft zum Klimawandel; ICAP) angekündigt. Die Europäische Kommission ist ebenfalls Mitglied der ICAP.
Frankreich, Deutschland, das Vereinigte Königreich, die Niederlande, Irland und Portugal sind die einzigen EU-Mitgliedstaaten, die sich an der Initiative beteiligen werden.
Der EU-Kommissar für Umwelt, Stavros Dimas, begrüßte die ICAP als ein Zeichen, dass eine zunehmende Zahl von Ländern und Regionen weltweit einen Kohlenstoffmarkt eingeführt hätten bzw. dies bald tun würden. Nun sei es an der Zeit, dass auch andere sich an den starken Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel beteiligten.
Die Kommission hat gestern eine Begrenzung von 2,08 Milliarden Tonnen CO2 für den Handelszeitraum 2008 bis 2012 des Emissionshandelssystems der EU (EU-ETS) angekündigt. Sie hofft, dass die UN-Klimaverhandlungen vom 3. bis 14. Dezember 2007 in Bali den ersten Schritt für ein mögliches weltweites Emissionshandelssystem bilden werden, um das Kyoto-Protokoll ab 2013 zu ersetzen. Die EU-Mitgliedstaaten werden heute (30. Oktober) in Lissabon ihre Schlussfolgerungen zu den EU-Zielen für die Konferenz in Bali annehmen.
Die wichtigste Aufgabe der ICAP wird es sein, Informationen über internationale Kohlenstoffhandelssysteme auszutauschen und Entwicklungen zu verfolgen. Sie soll eine Grundlage liefern für die mögliche Koordination eines breiteren, weltweiten Systems, innerhalb dessen verschiedene Begrenzungs- und Handelsmechanismen miteinander verbunden werden.
Laut der Webseite
der ICAP schaffe eine Verbindung der bestehenden und sich entwickelnden Kohlenstoffmärkte auf weltweiter Ebene eine ausgewogene Grundlage für die betroffenen Sektoren und einen beständigen Rechtsrahmen über nationale Grenzen hinweg. Durch diesen Austausch, so heißt es weiter, verbessere die ICAP die Planung anderer marktbasierter Systeme, indem eine Kompatibilität einzelner Aspekte zu einem frühen Zeitpunkt sichergestellt werde.
Die Beratergruppe für Energie und Klimaschutz der EU, die im März 2007 gegründet wurde, ist ebenfalls am 29. Oktober 2007 zu einem Treffen zusammengekommen, um über die Konferenz in Bali zu diskutieren. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso bestätigte im Vorfeld des Treffens die Verpflichtungen der EU zu einer Senkung des CO2 um 20%. Er sagte, die EU sei bereit, noch weiter zu gehen, bis zu einer Reduzierung um 30%, wenn es ein angemessenes und effektives weltweites Abkommen für die Zeit nach 2012 gebe.