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EU will CO2-Grenzen für Autos einführen [DE]

Veröffentlicht 06. Februar 2007 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Die Kommission werde am Mittwoch Vorschläge für verbindliche Obergrenzen für CO2-Emissionen von Autos vorlegen, kündigte Umweltkommissar Stavros Dimas in einem Interview mit EurActiv an. Dies ist das vorläufig letzte Wort in einem seit zwei Wochen währenden Streit. 

Die vorgeschlagenen neuen Vorschriften, die am 7. Februar 2007 von dem 27 Mitglieder umfassenden Kollegium beschlossen werden sollen, werden voraussichtlich eine Obergrenze von 130g/km bis 2012 festsetzen.

„Wir bringen diese Gesetzgebung voran und ich bin mir sicher, dass dies die notwendigen Produktionsanreize schaffen wird, um die Herstellung saubererer Autos zu fördern“ so Umweltkommissar Stavros Dimas gegenüber EurActiv.

Der Vorschlag wird vorgelegt, nachdem deutlich geworden war, dass die Hersteller die freiwillige Selbstverpflichtung von 140 Gramm CO2 pro Kilometer für alle Neuwagen bis 2008/2009 nicht würden erfüllen können. „Wir haben ausgerechnet, dass Autos zu der Erzielung unserer Kyoto-Verplichtungen für CO2-Reduzierungen beitragen können und wir werden dies erreichen“, so Dimas.

„Die Zukunft liegt in saubereren Autos und daher geben wir den europäischen Autoherstellern diesen Anreiz.“

Die Grenze von 130 g/km liegt über der ursprünglich von Dimas geforderten Grenze von 120 g/km. Die neuen Vorschläge beenden den Streit zwischen Dimas und seinem Kollegen, dem Industriekommissar Günter Verheugen, der die Bedenken der europäischen Autohersteller, eine solche Obergrenze könnte der Wirtschaft schaden und im Abbau von Arbeitsplätzen resultieren, geteilt hatte.

Die Details der Gesetzgebung würden später geregelt, erklärte Dimas, der hinzufügte, dass die Vorschläge eine „detaillierte Folgenabschätzung“ bezüglich der Auswirkungen auf die Industrie und die Arbeitsplätze beinhalten würden.

Es gäbe unterschiedliche Optionen, so Dimas, der betonte, dass die Vorschriften so umgesetzt werden sollten, dass sie für alle Autohersteller gerecht seien.

Wichtig sei, dass alle Autohersteller in der EU gleich und gerecht behandelt würden und dass keine Wettbewerbsvorteile bzw. –nachteile entstünden.

Dimas Versicherungen zielen darauf ab, die von Bundeskanzlerin Merkel geäußerten Bedenken zu beruhigen, verbindliche Grenzen könnten deutsche Autohersteller benachteiligen, da diese größere und kraftstoff- und CO2-intensivere Fahrzeuge bauen.

Die neuen Emissionsvorschriften für Autos werden nur eine Woche nach den Vorschlägen zur Reduzierung der CO2-Emissionen im Erdölsektor vorgelegt. Die neuen Qualitätsstandards für Kraftstoffe, die am 31. Januar vorgelegt wurden, zielen darauf ab, bis 2020 den CO2-Ausstoß im Laufe des Lebenszyklus der Kraftstoffe, z.B. beim Raffinieren, beim Transport und bei der Verwendung, um 10% zu reduzieren (EurActiv 1. Februar 2007).

EurActiv wird im Laufe der Woche das vollständige Interview mit Stavros Dimas veröffentlichen.

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