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29. August 2008
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EUA für nachhaltigen Verbrauch zur Minderung von Abfall und CO2 [DE][en][fr

Erschienen: Donnerstag 7. Februar 2008   

Es wird erwartet, dass die aus der Siedlungsabfallwirtschaft resultierenden Treibhausgasemissionen bis 2020 aufgrund von zunehmenden Recycling-Maßnahmen beträchtlich sinken würden. Europa könne sich jedoch nicht auf ein verbessertes Abfallmanagement verlassen, um das Problem von nicht nachhaltigen Verbrauchs- und Produktionsmustern zu bewältigen, so warnte die Europäische Umweltagentur (EUA).

Europa könne sich „angesichts der steigenden Abfallmengen (die unsere derzeitigen nicht nachhaltigen Verbrauchsund Produktionsmuster widerspiegeln) nicht selbstzufrieden zurücklehnen“, so die EUAexternal in einem BerichtPdf external , der analysiert, wie eine bessere Siedlungsabfallwirtschaft zur Senkung der Treibhausgasemissionen beitragen kann.

Der Bericht wurde Ende Januar 2008 vorgelegt. Er geht von einer beträchtlichen Senkung der aus der Siedlungsabfallwirtschaft resultierenden Treibhausgasemissionen bis 2020 aus – mehr als 80% im Vergleich zu Ende der 1980er Jahre. Grund hierfür sind hauptsächlich verstärkte Recycling-Maßnahmen und Abfallverwertung, ebenso wie Müllverbrennung, die mit Energieverwertung kombiniert wird, und die Abkehr von Abfalldeponien.

Jedoch warnt der Bericht, dass nicht nachhaltige Verbrauchs- und Produktionsmuster „langfristig vermutlich schwerer wiegen als die Verbesserungen im  Abfallwirtschaftssektor“. 

Die Agentur schätzt eine Zunahme der Siedlungsabfälle um 25% zwischen 2005 und 2020. Die Ursache sind mehrere Faktoren wie die wirtschaftliche Aktivität, der demographische Wandel, technologische Innovationen, der Lebensstil und Verbrauchs- und Produktionsmuster. Die Agentur warnt, dass zunehmende Abfallmengen aufgrund einer ineffizienten Handhabung zu Sättigung und erhöhten Treibhausgasemissionen führen könnten. Daher empfiehlt sie, Siedlungsabfall auf ein Minimum zu begrenzen.

Laut der Umweltagentur verursachte jeder Bürger durchschnittlich 460 Kilogramm an Siedlungsabfall im Jahr 1995 und 520 Kilogramm im Jahr 2004. Diese Zahl wird vermutlich bis 2020 auf etwa 680 Kilogramm ansteigen. „Dieser voraussichtlich  anhaltende Anstieg der Abfallmengen basiert auf der Annahme, dass der private Endverbrauch nachhaltig steigen wird […] und sich die aktuellen Tendenzen bei den Verbrauchsmustern fortsetzen werden.”

Die Abfall- und Recyclingpolitik ist ein wichtiger Eckpfeiler der Bemühungen der EU zum Umweltschutz. Der politische Rahmen wurde jedoch als zu fragmentiert und ineffizient kritisiert. Die derzeitige Überarbeitung der Abfallrahmenrichtlinie will dieses Problem lösen. Die Analyse der Umweltagentur beabsichtigt, im Kontext dieser Überarbeitung nützliche Informationen zur Verfügung zu stellen.

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