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G8 für Senkung der CO2-Emissionen um 50% bis 2050 [DE][en

Erschienen: Dienstag 8. Juli 2008   

Die Staats- und Regierungschefs der Länder der G8 sagten am Dienstag (8. Juli 2008) zwar, sie unterstützten einen erfolgreichen Abschluss der internationalen Klimagespräche, um die globalen Treibhausgasemissionen bis 2050 um 50% zu senken. Dennoch legten sie keine konkreten und verbindlichen mittelfristigen Ziele fest.

Man wolle mit allen UNFCCC-Parteien die Vision des Ziels teilen, bis 2050 eine Senkung der weltweiten Emissionen um mindestens 50% zu erreichen, so heißt es in einer Erklärung der G8 vom 8. Juli 2008.

Kommissionspräsident José Manuel Barroso lobte die Erklärung als eine „neue, gemeinsame Vision“ der wichtigsten Volkswirtschaften im Hinblick auf den Kampf gegen den Klimawandel. Der Gipfel habe erfolgreich das Ziel der EU bestätigt, sagte Barroso. 

Im Vorfeld der Gespräche hatte Barroso seine Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass die Staats- und Regierungschefs der G8 sich auf bedeutungsvolle und ehrgeizige, langfristige und mittelfristige Ziele für die Senkung der Treibhausgasemissionen einigen würden, um bis Dezember 2009 den Weg für ein neues Weltklimaabkommen zu ebnen. Dann werden die Weltpolitiker in Kopenhagen zu einem UN-Klimagipfel zusammenkommen (EurActiv vom 7. Juli 2008).

Die Erklärung räumt ein, dass das Erreichen eines Reduktionsziels von 50% oder mehr mittelfristige Ziele und nationale Pläne erfordere, doch wurden keine Maßnahmen genannt. Sie betont mehrfach die Bedeutung gemeinsamer, doch verschiedenartiger Verantwortlichkeiten und die unterschiedlichen Kapazitäten der Industrie- und Entwicklungsländer, um die Ziele zur Senkung der Treibhausgase erreichen zu können.

Die Formulierung spiegelt die sich seit Langem in einer Sackgasse befindenden Verhandlungen zwischen den USA einerseits und den sich schnell entwicklenden Ländern wie China und Indien andererseits wider. Entwicklungsländer sind der Ansicht, sie sollten nicht die gleiche Last tragen müssen wie Industrienationen, wenn es um die Senkung der CO2-Emissionen geht. Die USA sind jedoch nicht bereit, ein weltweites Abkommen zur Senkung von Treibhausgasemissionen zu unterzeichnen, wenn sich China und Indien nicht zu ähnlichen Zielen verpflichte.

Während die Staats- und Regierungschefs der G8-Länder die gemeinsame Erklärung als Durchbruch lobten, kritisierten Umweltorganisationen wie der WWF sie als „armselig“. 

Die Märkte beruhigen sich

In einer separaten Stellungnahme zur Weltwirtschaft sagten die Staats- und Regierungschefs der G8-Länder, sie seien hinsichtlich der langfristigen Stabilität ihrer Wirtschaften und dem zukünftigem Wirtschaftswachstum weiterhin zuversichtlich. Dennoch stellten die höheren Lebensmittel- und Kraftstoffpreise eine ernsthafte Herausforderung dar, bekannten sie und forderten entsprechende Maßnahmen, darunter die Umsetzung von EmpfehlungenPdf external für die Stabilisierung der globalen Märkte, die das Forum für Finanzmarktstabilität (FSF) im April 2008 herausgab. 

Ähnlich wie beim Kampf gegen den Klimawandel müsse Europa bei der effektiven Regulierung der Finanzmärkte die Führung übernehmen und mit gutem Beispiel vorangehen, heißt es in einer Stellungnahme des EU-Kommisssars für den Binnenmarkt Charlie McCreevy vom 7. Juli 2008.

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