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Die weltweit führenden Industrienationen (G8) haben sich auf die Aufnahme von Gesprächen geeinigt, die darauf abzielen, die CO2-Emissionen bis 2050 zu halbieren. Große Schwellenländer werden aufgefordert, an den Gesprächen der Vereinten Nationen teilzunehmen, die bis 2009 abgeschlossen sein sollen.
Der G8-Gipfel
der führenden Industrienationen der Welt hat sich in der Frage des Klimawandels darauf geeinigt, ernsthaft in Betracht zu ziehen, die Emissionen bis 2050 um mindestens 50% zu reduzieren.
Sie seien diesen Zielen verpflichtet und forderten große Schwellenländer (vor allem China und Indien) auf, diesem Vorhaben beizutreten, so eine Erklärung
der Teilnehmer des Gipfels am 7. Juni 2007. Die Einigung ist nicht verbindlich.
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte, dass diese Verpflichtung die „wichtigste Entscheidung für die kommenden Jahre ist“. US-Präsident George W. Bush, der sich geweigert hatte, das Kyoto-Protokoll zu unterzeichnen, betonte, dass die USA aktiv an den Verhandlungen um ein Post-Kyoto-Rahmenwerk teilnehmen wollten, oder sogar die Führung übernehmen wollten. Er sehe die Rolle der USA als Vermittler zwischen Europa und anderen Ländern und China und Indien.
Die acht Staaten haben sich darauf geeinigt Verhandlungen über den Klimaschutz unter Aufsicht der Vereinten Nationen im Rahmen der UN-Klimakonferenz auf Bali im Dezember 2007 aufzunehmen. Das Ziel ist es, bis 2009 ein Abkommen zu verabschieden.
Umweltorganisationen kritisierten die G8-Einigugn als „schwach“ und „ohne Substanz und politischen Willen“. Friends of the Earth bedauerten, dass die USA und Russland sich weigerten, verbindliche Zusagen bezüglich einer Reduzierung der CO2-Emissionen um 50% bis 2050 einzugehen. Insgesamt seien die G8-Naitonen, die nur 13% der Weltbevölkerung repräsentierten, für 43% des Treibhausgasausstoßes zuständig, so Friends of the Earth.
Der World Future Council betonte, dass er eine unmittelbar verbindliche Erklärung begrüßt hätte und warf den G8-Staaten vor, den schwarzen Peter der Klimakonferenz in Bali Ende des Jahres zuzuschieben.