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Stellenangebot registrierenSony, Nike, Nokia und neun weitere multinationale Unternehmen haben eine Erklärung unterzeichnet, in der sie sich für eine 50%ige Senkung der weltweiten Treibhausgasemissionen bis 2050 aussprechen. Dies entspricht den Forderungen, die von Wissenschaftlern der UN und von den EU-Staats- und Regierungschefs im Rahmen internationaler Verhandlungen zum Klimawandel vorgebracht wurden.
Die Erklärung von Tokio wurde am 15. Februar 2008 in der japanischen Megalopolis unterzeichnet. Sie unterstützt den Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen (IPPC) in seinem Urteil, dass die weltweiten Treibhausgasemissionen in den kommenden zehn bis 15 Jahren ihren Höchststand erreichen und anschließend, bis Mitte des 21. Jahrhundert, auf ein sehr niedriges Niveau, um vieles niedriger als das Niveau von 2000, gesenkt werden müssten.
Die unverbindliche Erklärung enthält eine freiwillige Zusicherung, die Aktivitäten zur Emissionssenkung auszuweiten, indem Partnerschaften mit den Wirtschaftspartnern eingegangen würden, um die Verhaltensweisen der Verbraucher zu verbessern. Auch solle die Transparenz der Kohlenstoffemissionen von Unternehmen und die damit verbundenen Reduktionsbemühungen gesteigert werden.
Die Tokio-Erklärung ist die jüngste einer Reihe von klimabezogenen Verpflichtungen, die Unternehmen eingegangen sind.
Das WWF-Programm Climate Savers (Klimaschützer) beispielsweise ist eine Partnerschaft zwischen dem Privatsektor und NGOs, die Unternehmen wie IBM, Lafarge und Johnson & Johnson einschließt, die versprochen haben, bis 2010 ihren CO2-Ausstoß um zehn Millionen Tonnen zu senken.
Weltweite Wirtschaftsführer versprachen bereits während des Weltwirtschaftsforums vom 21. bis 26. Januar 2008 in Davos, sich ebenfalls zu Klimamaßnahmen zu verpflichten. Am 12. Dezember 2008 verschrieben sich fast 350 Unternehmen aus aller Welt während der Bali-Klimagespräche den gleichen Zielen. Sie forderten ein Klimaabkommen für die Zeit nach 2012, welches das Kyoto-Protokoll ersetzen soll.
Wichtige europäische Firmen werden während des Europäischen Wirtschaftsgipfels (EBS
) am 21. und 22. Februar 2008 in Brüssel die Auswirkungen des Klimawandels und von Energiefragen auf ihre unternehmerischen Tätigkeiten diskutieren.
Eine jüngste Umfrage vom Beratungsunternehmen McKinsey zeigt, dass viele Firmen ihre zunehmende Beachtung von Klimafragen nicht in strategische Maßnahmen umsetzen – trotz des steigenden Bewusstseins für die möglichen Gewinne (EurActiv vom 18. Februar 2008).
Das Fehlen konkreter Unternehmensbemühungen könnte teilweise auf den Mangel an vorhersagbaren und harmonisierten Regelungen zurückzuführen sein.
Zwölf Unternehmen unterzeichneten die Erklärung von Tokio: Allianz Group, Catalyst, The Collins Companies, Hewlett-Packard Company, Nike, Inc., Nokia Corporation, Novo Nordisk, Sagawa Express, Sony Corporation, Spitsbergen Travel, Tetra Pak und Xanterra Parks & Resorts. Sie machten jedoch ihre Zusicherungen nicht von einem spezifischen Rechtsrahmen abhängig.
Stattdessen basiert ihre Erklärung auf dem Glauben, dass ihre freiwilligen, maßnahmenorientierten und innovativen Bemühungen einen Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel leistet würden und dass weitere Unternehmen diesem Beispiel folgen sollten.
Unterdessen verkündete das Elektronikunternehmen Philips, dass sein Verkauf ‚umweltfreundlicher Produkte’ zwischen 2006 und 2007 um ein Drittel zugenommen habe.