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Hedegaard: Für Klima-Entscheidungen ‚ist die Zeit abgelaufen' [DE]

Veröffentlicht 02. Dezember 2009 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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„Wir haben keine Alternative. Wir müssen den Klimawandel bekämpfen und wir müssen es sofort tun. Kopenhagen ist die letzte Frist. Die Zeit ist abgelaufen“, schreibt die ehemalige dänische Klima- und Energieministerin Connie Hedegaard, designierte Kommissarin für Klimapolitik, in einem exklusiven Meinungsartikel für EurActiv.

Hedegaard ist Gastgeberin der UN-Klimakonferenz, die nächste Woche (7.-18. Dezember) in Kopenhagen beginnt. Dort wollen Beamte aus 192 Ländern, die dem Aktionsplan von Bali 2007 zugestimmt haben, rechtsverbindliche Verpflichtungen eingehen, um einen neuen Klimavertrag zu unterzeichnen, der das Kyoto-Protokoll ersetzen soll.

„Es gibt im Laufe der Geschichte Momente, wo sich die Welt für unterschiedliche Wege entscheiden kann”, schreibt die Dänin und beschreibt die Klimakonferenz COP-15 in Kopenhagen als einen dieser entscheidenden Momente.

„Wir können uns für den Weg des grünen Wohlstands und einer nachhaltigeren Zukunft entscheiden. Oder wir können einen Weg des Stillstands wählen und nichts zur Bekämpfung des Klimawandels tun – und damit unseren Kindern und Enkeln eine riesige Rechnung überlassen. Es ist also wirklich keine so schwierige Entscheidung“, argumentiert sie.

Das Ziel der dänischen Regierung ist es laut Hedegaard, auf ein ehrgeiziges, weltweites Abkommen hinzuarbeiten, das den Treibhausgasausstoß reduziert und in den Bereichen Anpassung, Technologie und Finanzierung Ergebnisse liefert. Zudem müsse in Kopenhagen eine Frist für den Abschluss einer rechtsverbindlichen Einigung gesetzt werden.

Hedegaard begrüßt die konkreten Zielsetzungen, zu denen sich Industrienationen und Schwellenländer – Brasilien, Südkorea und Russland – vor der Konferenz verpflichtet haben.

Sie betont, dass die von den Vereinigten Staaten angekündigten Ziele einer Emissionssenkung um 4% unter dem Niveau von 1990 vielleicht nicht das sei, was die Welt erwarte, es aber der US-Entscheidung entspreche, einen besonders steilen Weg für Reduktionen in späteren Jahren einzuschlagen, mit Zielen von 18% bis 2025 und 32% bis 2030. 

„Mit jedem Tag, den wir abwarten, steigen der Preis und die potenziell katastrophalen Konsequenzen des Klimawandels an”, schreibt sie und zitiert Zahlen der Internationalen Energieagentur, nach denen jedes Jahr der Untätigkeit 500 Milliarden Dollar kosten werde.

"We must make the pressure pay and use the political momentum to make the leaders of the world live up to their responsibility and act swiftly on climate change," writes Hedegaard, stressing delivery is needed on four cornerstones: binding medium and long-term emission targets for developed countries, a green action plan for developing countries, finance and technology transfer.

„Wir müssen dafür sorgen, dass sich der Druck auszahlt, und uns den gegenwärtigen politischen Impuls zunutze machen, damit die Spitzenpolitiker sich ihrer Verantwortung stellen und schnell beim Klimawandel handeln“, schreibt Hedegaard. Ergebnisse müssten auf vier Eckpunkten beruhen: bindende mittel- und langfristige Emissionsziele für Industrieländer, ein grüner Aktionsplan für Entwicklungsländer, Finanzierung und Technologietransfer.

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