Die neue Strategie (die später in die Vorlegung konkreter Gesetzesvorschlägen resultieren wird) sieht vor, verpflichtende Zielvorgaben für Neuwagen von 120 g/km bis 2012 einzuführen. Die Hersteller würden die größte Verantwortung dafür tragen, dass dieses Ziel erreicht wird und müssten Verbesserungen der Fahrzeugtechnologie umsetzen, die die Emissionen auf 130 g/km absenken. Die restlichen 10 Gramm sollen über komplementäre Maßnahmen erreicht werden, wie die verstärkte Nutzung von Biokraftstoffen, kraftstoffeffiziente Reifen und Klimaanlagen, besseres Straßen- und Sicherheitsmanagement und Änderungen im Fahrverhalten.
Die Kommission schlägt ebenfalls vor:
- Mehr in Forschung zu investieren, die darauf abzielt, die Emissionen bis 2020 auf 95 Gramm CO2/km zu reduzieren;
- Die Mitgliedstaaten sollen ermutigt werden, die Anzahl kraftstoffeffizienter Fahrzeuge zu erhöhen (über Kennzeichnung und Steueranreize);
- Automobilhersteller sollen verpflichtet werden, einen EU-Kodex für „good Practice“ bezüglich der Vermarktung und Werbung einzugehen, um nachhaltigere Verbrauchermuster zu schaffen;
Ein wichtiger Aspekt in der neuen Strategie der Kommission, der oft vernachlässigt wird, ist das Verhalten der Verbraucher und Möglichkeiten, es zu beeinflussen. Eine der Ursachen für den fehlenden Fortschritt im Bereich Kraftstoffeffizienz seit 1995 ist die Tatsache, dass die europäischen Verbraucher immer größere Fahrzeuge kaufen und dass nur wenige Politiken darauf ausgerichtet sind, die Haltung der Verbraucher zu ändern.



