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Als sich hunderte Delegierte Sonntag (29. März 2009) für die erste offizielle Runde zur Vorbereitung einer neues neuen Klimaabkommens im Dezember, das Kyoto ablösen soll, in Bonn trafen, gaben sie bekannt, dass es eher unwahrscheinlich sei, dass ein detailliertes Abkommen am Ende des Jahres zustande käme.
Im Dezember dieses Jahres muss die internationale Gemeinschaft in Kopenhagen über ein neues internationals Klimaschutzabkommen entscheiden, dass das Kyoto-Protokoll, das 2012 ausläuft, ersetzen soll.
Die Konferenz der Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC), die vom 1. bis 12. Dezember 2008 in Posen stattfand, war das Halbzeittreffen der internationalen Gespräche.
Diskussionen unter dem Kyoto-Protokoll über Emissionssenkungen, die von den Industrieländern bis 2012 erreicht werden sollen, werden sich auf Fragen wie den
Maßstab der Senkungen, Verbesserungen im Emissionshandel, Mechanismen zu Emissionszertifikaten und auf Änderungen in der Landnutzung und im Forstwesen konzentrieren.
Diese erste Verhandlungsrunde dieses Jahr sei entscheidend darin, die Welt näher an eine politische Lösung zum Klimawandel heranzurücken, sagte Yvo de Boer, Vorstandssekretär der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCC). „Die Zeit läuft ab und die Staaten haben noch viel Arbeit vor sich“.
Viele der diesjährigen Gespräche werden sich darum drehen, dass die Entwicklungsländer ehrgeizige Ziele zur Emissionsreduktion verabschieden.
Der US-Klimagesandte Todd Stern erkannte gestern (29. März 2009) an, dass die einzigartige Verantwortung seines Landes als größter Produzent von Treibhausgasen für ein Problem verantwortlich sei, dass die gesamte Welt bedrohe.
Man sei froh, wieder zurück zu sein. Man wolle die verlorene Zeit wiedergutmachen und sei von der Dringlichkeit der Aufgaben die noch zu tun seien ergriffen, erklärte Stern vor den 2.600 Delegierten.
Halten die Industrieländer die Verhandlungen auf?
In den letzten Wochen warnten erfahrene Personen in der Obama Regierung davor, dass der Präsident womöglich weitere sechs Monate brauche, um einheimische Unterstützung für jeglichen Vorschlag zu bekommen.
Tatsächlich würden die Amerikaner es vorziehen, vom Kongress grünes Licht zu bekommen und Angst haben, dass die USA einem Abkommen ohne die Zustimmung des Senats und des hohen Hauses zustimmen könnte. Dies würde in einem ernsthaften einheimischen Rückschlag resultieren, wie es schon einmal mit dem Kyoto-Protokoll der Fall gewesen war, dass von Präsident Clinton zwar unterzeichnet, aber nie ratifiziert wurde.
Als Konsequenz, scheinen die meisten UN-Vertreter darin überein zu stimmen, dass eine Rahmenvereinbarung, die breitflächige Prinzipien abdeckt, weitaus wahrscheinlicher in Kopenhagen aufkommen wird und die Details erst 2010 in Stein gehämmert werden.
Andere Länder hatten auch mehr Zeit verlangt. Japan sagte, es wolle vor Juni keine nationalen Emissionsziele einführen. Russland und die Ukraine müssen auch noch Angebote vorlegen.
Schüchterne Fortschritte zu einem Abkommen…
Insgesamtsind die Länder noch nicht mit spezifischen Vorschlägen, wie die Punkte des Kopenhagener Abkommens in Wirklichkeit funktionieren sollen, hervorgetreten, erklärteder UN-Klimaexperte Yvo de Boer vor kurzem EndsEurope und bezog sich damit auf die Vorschläge, die von verschiedenen Staaten überreicht wurden. Er sagte aber, er habe „hohe Erwartungen“ für die erste Runde der Verhandlungenin Bonn.
Experten die nahe am Verhandlungstisch sitzen zufolge, wird das Bonner Treffen die Details wie ein neuer Klimavertrag umzusetzen sei ansprechen undsomit auch auf die Überwachung und Überprüfungder Klimaschutzziele für Entwicklungsländer eingehen.
Ein entscheidenderTeil des vorbereitenden Dokuments für die Gespräche in Bonn wurde von Südkorea und Südafrika eingereicht und von der EU unterstützt. Es sieht vor,ein internationales Register für Entwicklungsländer einzurichten, um ihre Klimaschutzmaßnahmenaufzuzeichnen und diese mit Zusagen überfinanzielle und technische Unterstützungzu verknüpfen.
Die Nationen näherten sich angesichts der Klimagespräche in diesem Jahr, inihren Positionen an, so de Boer letzte Woche. Trotzdem seien die Staaten noch weit davon entfernt, eine Übereinkunft über die Finanzierung der Treibhausgasverminderungfür Entwicklungsländer zu finden. Es gäbe auch noch Probleme bei der vorgeschlagenen Reform des Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung (CDM),ein System das es Industrienationen erlaubt Projekte in Entwicklungsländern zu fördern und dafür (zusätzlichen CO2-Ausstoß zu verursachen) Emissionszertifikatezurückzubekommen.
Emissionsreduzierung: Aufteilung und Klassifizierung
Es gebe immer noch starken Widerstand gegen eine neue Klassifizierung der Emissionen von Staaten im Bezug auf ihrBruttoinlandsprodukt oder andere Indikatoren. Es wird angenommen, dass es besser sei, wenn man die Abschwächungen für die Entwicklungsländer so konzipieren würde und die unterschiedlichen nationalen Umstände mit einbeziehe, dass man durch Führung Kooperation, Anreizeund Verhandlungen, die bestmöglichen Ergebnisse erreiche, so der vorbereitende Text.
Im Januar schlug ein Bericht
der Europäischen Kommission vor, vier Kriterien mit einzubeziehen und den Beitrag jedes einzelnen Landes in verschiedener Art und Weise zu berechnen: Bruttoinlandsproduktpro Kopf, Emissionen pro Einheit des Bruttoinlandsproduktes, Emissionswerte zwischen 1990 und 2005 sowie Bevölkerungsentwicklungen von 1990 bis 2005 (EurActiv vom 29. Oktober 2008).
Nach den Gesprächen in Bonn in dieser Woche, werden sich die Verhandlungsführer ein weiteres Mal im Juni in Bonn treffen und noch einmal in Bangkok im Herbst, bevor sie in Kopenhagen zusammentreffen.