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Umweltaktivisten sagen Griechenland habe Umweltschutz missachtet [DE]

Veröffentlicht 24. August 2009 - Aktualisiert 29. Januar 2010
Tags
Greece
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Umweltaktivisten haben die griechischen Behörden dafür kritisiert, den Klimawandel zu missachten, während größte Wildfeuer das Land verwüsten und die Vororte der Hauptstadt bedrohen, berichteten grichische und internationale Medien.

Griechische Feuerwehrleute kämpfen gegen die schlimmsten Flächenbrände seit 2007, da starke Winde die Flammen in den Athener Vororten anfachen, was die Evakuierung tausender Menschen und die Zerstörung von Waldflächen bedeutet. Die Behörden erklärten am Samstag (22. August) einen Ausnahmezustand. Fünf Feuerwehrflugzeuge haben Griechenland aus Italien, Frankreich und Zypern erreicht, um dabei zu helfen, die Situation unter Kontrolle zu bringen, nach einer Bitte der griechischen Behörden, die fürchten, das Feuer könnte in die antike Hauptstadt vorpreschen.

Behörden müssen ihre Anstrengungen verstärken, um den Klimawandel zu dämpfen, da Hitzewellen und trockenere Bedingen, die durch dieses Phänomen in Griechenland und anderen Mittelmeerländern entstehen, zu größeren und unkontrollierbareren Waldfeuern führen, sagte ein Sprecher von Greenpeace der griechischen Tageszeitung Kathimerini am 24. August.

„Abgesehen von all den anderen Rückschlägen des Klimawandels, haben wir die größeren und wilderen Brände, welche die Erderwärmung weiter anheizen“, sagte Natalia Tsigaridou indem sie sich auf die Befunde eines vom Greenpeacebüro in Spanien herausgegebenen Berichts bezieht. Das iberische Land wurde in den vergangenen Jahren auch von vielen Bränden zerstört.

Laut Miguel Soto, einem spanischen Greenpeaceaktivisten, werden "Waldbrände in Spanien und Südeuropa immer intensiver und geraten außer Kontrolle". Soto sagte das Problem werde durch "Veränderungen in der Landnutzung, das Verlassen der ländlichen Gebiete und dem Fehlen einer effektiven Verwaltung des Waldlandes" erzeugt. 

Der Bericht zieht Paralleleen zwischen den fatalen Waldbränden, welche die Peloponnes und Evia im Sommer 2007 betrafen und mehr als 70 Menschen töteten und den Bränden, die die spanische Region Galizien im August 2006 zerstörten. "Nach zwei Wochen trockenen Windes und Temperaturen die 40 Grad Celcius überstiegen (…) zerstörte eine Welle von ungefähr 3000 Bränden rund 190.000 Hektar Land", stellt der Bericht fest.

Es mag erscheinen als wäre dies die Rache der Natur, so zerstörten die Brände Häuser, welche in jenen Gebieten gebaut waren, die früher als Naturschutzgebiete galten, so etwa Drafi. Ihr Bau wurde möglich als vor etwa zehn Jahren schreckliche Wildbrände, angeblich von krimineller Ursache, den unberührten Wald auslöschte und es erlaubte den Status der Parks zu ändern. 

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