Laut der Zusammenfassung für die Politiker sei der Meeresspiegel aufgrund von Wärmeausdehnung, schmelzender Gletscher und Eiskappen seit 1961 weltweit durchschnittlich um 1,8 Millimeter/Jahr, seit 1993 sogar um 3,1 Millimeter/Jahr gestiegen. Der Bericht warnt, dass die Erdatmosphäre bereits genügend CO2 enthalte, um einen Anstieg des Meeresspiegels um 1,5 Meter im nächsten Millennium zu verursachen.
Die Zusammenfassung warnt weiterhin vor einem fünfprozentigen Rückgang des weltweiten BIP sowie des Feldfruchtertrags in Afrika um 50%, einer Zerstörung des Regenwalds im Amazonas, weitverbreiteter Trockenperioden, Wüstenbildung, Überschwemmungen und starken Unwettern.
Der Anstieg der weltweiten CO2-Emissionen müsse, laut IPCC, innerhalb von sieben Jahren gedrosselt werden, um ein Aussterben von 25% der Arten weltweit verhindern zu können. Einige Kritiker sind jedoch der Meinung, dass die Ergebnisse des IPCC ‚veraltet’ und zu ‚optimistisch’ seien und warnen vor drohenden Klimakatastrophen.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der eine Reihe weltweiter ‚Gefahrenherde’ im Vorfeld des IPCC besuchte, forderte von den USA und China, eine ‚konstruktivere Rolle’ bei der Senkung der Treibhausgasemissionen einzunehmen.
Die Staats- und Regierungschefs der USA und China werden mit ihren europäischen und internationalen Amtskollegen in Bali zusammentreffen, um offizielle Gespräche über ein weltweites System aufzunehmen, mit dem man dem Klimawandel begegnen kann.
Die EU, die seit 2000 eine Reihe von Klimapolitiken verfolgt und die das Emissionshandelssystem (EU-ETS) als eine Flagschiff-Initiative erachtet, hofft, dass die Gespräche in Bali ein Mandat hervorbringen werden, um ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll auszuhandeln. Das Kyoto-Protokoll wird 2013 auslaufen.
Die USA, die das Kyoto-Protokoll nie ratifiziert haben, haben beständig ihre Ablehnung zur Auferlegung verbindlicher CO2-Emissionssenkungen auf internationaler Ebene demonstriert. China hat erklärt, dass seine Entwicklung nicht gedämpft werden sollte und dass die Industrienationen eine größere historische Verantwortung für die Erderwärmung trügen.



