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UN: Emissionen der Industrieländer nehmen zu [DE]

Veröffentlicht 18. November 2008 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Die Reduzierung der von den Industrieländern zwischen 1990 und 2006 verursachten CO2-Emissionen um fünf Prozent sei hauptsächlich auf den wirtschaftlichen Abschwung in den mittel- und osteuropäischen Ländern im Laufe der 90er-Jahre zurückzuführen gewesen. Wie Zahlen der UNO zeigen, weist der allgemeine Trend seit 2000 allerdings wieder nach oben. 

Für Länder, die das Kyoto-Protokoll ratifiziert hätten, sehe die Situation etwas anders aus; ihre Emissionen seien im gleichen Zeitraum um 17% zurückgegangen, so der Exekutivsekretär für das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) Yvo de Boer bei der Vorstellung der Statistik über die Treibhausgasemissionen der einzelnen Länder für den Zeitraum 1990-2006 am 17. November 2008..

Er erklärte jedoch, dass der Rückgang der Emissionen in den Ländern, die das Kyoto-Protokoll unterzeichnet hätten, in erster Linie dem wirtschaftlichen Abschwung der Volkswirtschaften im Umbruch im Laufe  der 90er-Jahre zuzuschreiben sei und dass die Emissionen dieser Länder seit 2000 nun ebenfalls zunähmen.

Der größte Anstieg der Emissionswerte industrialisierter Länder sei in der letzten Zeit bei den Wirtschaftsländern im Umbruch zu verzeichnen, darunter hauptsächlich die Länder Osteuropas, die zwischen 2000 und 2006 7,4% mehr CO2 ausstießen als vorher.

Die zunehmenden Emissionen in den industrialisierten Ländern unterstrichen die unbedingte Notwendigkeit, bei der anstehenden UNO-Klimakonferenz in Posen politische Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen, erklärte de Boer und beschrieb die bevorstehenden Verhandlungen als einen der kompliziertesten Verhandlungsprozesse, den die internationale Gemeinschaft je habe führen müssen.

Er zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass man in Posen die erste Fassung eines Verhandlungstextes erarbeiten werde. Es wird erwartet, dass die Fortschritte, die in Posen erzielt werden, nächstes Jahr in Kopenhagen zu einem neuem, ambitionierten, internationalen Klimaschutzabkommen führen werden.

Die Konferenz in Posen, so de Boer, sei außerdem eine gute Gelegenheit, weitere Aufgaben zu verteilen, wie die Modernisierung des Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung. Zudem solle der Anpassungsfonds– ein Programm zur Unterstützung armer Länder bei der Bewältigung von Überflutungen und Dürren – voll einsatzfähig gemacht werden.

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