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Die Zwischenstaatliche Gruppe für Klimaveränderungen der UN (IPCC) trifft sich diese Woche in Spanien, um aus einem tausendseitigen Bericht eine 25-seitige Zusammenfassung für die Politiker weltweit zu machen. Kritiker sind jedoch der Meinung, der Bericht werde stark veraltet sein und unterschätze die Ernsthaftigkeit und Geschwindigkeit, mit der der Klimawandel voranschreitet.
Die Zusammenfassung des Berichts der IPCC, die am 17. November 2007 im Anschluss an ein einwöchiges Treffen von IPCC-Delegierten aus über 140 Ländern im spanischen Valencia veröffentlicht werden soll, werde ein ‚wichtiger Impuls’ für den Start von Verhandlungen über ein globales Klimaabkommen sein. Dies sagte John Hay vom Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCC).
Die Staats- und Regierungschefs der Welt bereiten sich auf die UN-Klimakonferenz in Bali, Indonesien, vor, die vom 3. bis 14. Dezember 2007 stattfinden wird. Dort sollen Verhandlungen über ein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls, das 2012 ausläuft, vorbereitet werden.
Die Zusammenfassung der IPCC, inklusive eines 70 Seiten langen Anhangs, wird während der Bali-Gespräche vorliegen und als Leitlinie dienen.
Im Februar hatte die IPCC es als ‚sehr wahrscheinlich’ beschrieben schrieben, dass die Erderwärmung ein vom Menschen verursachtes Phänomen sei und sagte, dass die Politiker schnelle und strenge Maßnahmen ergreifen müssten, um die wesentlichsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern.
Aber trotz der Warnungen der IPCC, die einen 50-prozentige Rückgang der Feldfruchterträge bis 2020, einen großflächigen Verlust der Artenvielfalt und katastrophale Überschwemmungen betreffen, ist eine Reihe von Klimaexperten besorgt darüber, dass die Zusammenfassung des Berichts neuere Phänomene, wie das rapide Schmelzen des Eises in der Arktis und in Grönland sowie eine deutliche Verlangsamung der Fähigkeit unseres Planeten, Treibhausgase zu absorbieren, außen vor lasse.
Die Langsamkeit der IPCC bedeute, dass sie tatsächlich hinter dem aktuellen Wissensstand zurückliege, beklagte James Hansen vom Goddard Institut für Weltraumstudien der NASA in New York. Sogar die ‚düstersten Vorsagen der IPPC’ unterschätzten den Ernst des Klimawandels, so der britische Wissenschaftler James Lovelock.
Umweltorganisationen wie der WWF seien laut Presseberichten außerdem besorgt, dass der Inhalt und das Fazit der Zusammenfassung von politischen Überlegungen beeinflusst und heruntergespielt werden würden, um den Druck auf einige Staaten zu verringern, teure Maßnahmen zur Reduzierung von CO2-Emissionen durchzusetzen.