Schmelzende Polkappen, steigende Meeresspiegel, Hitzewellen, Dürren – bereits jetzt machen sich die Auswirkungen des globalen Temperaturanstiegs weltweit bemerkbar.
Am 6. April 2007 werden Klimaexperten voraussichtlich davor warnen, dass es die ärmsten Nationen sind, die auch in Zukunft am meisten unter den Auswirkungen leiden werden und am wenigsten darauf vorbereitet sind, diese zu bewältigen.
Vom 2. bis zum 6. April 2007 findet in Brüssel ein Treffen zwischen Mitgliedern des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimafragen der Vereinten Nationen statt, der 2500 Wissenschaftler vereint. Das hinter verschlossenen Türen stattfindende zielt darauf ab, einen zusammenfassenden Bericht über die Auswirkungen, die die globale Erwärmung auf die Weltbevölkerung und die Ökosysteme haben wird, vorzulegen.
Zu ihnen gehören zunehmende Armut, Trinkwasserknappheit, schmelzende Gletscher und Polkappen sowie zunehmendes Artensterben. Sämtliche der genannten Auswirkungen könnten bis Mitte des Jahrhunderts eintreten, wenn nicht vorher etwas unternommen wird, um sie zu begrenzen.
An dem Treffen werden ungefähr 50 Wissenschaftler sowie 285 Vertreter aus 124 Staaten und Beobachter von Unternehmensverbänden und Umweltorganisationen teilnehmen.
Der Bericht über „Auswirkungen, Anpassungen und Verwundbarkeit“ ist der zweite von insgesamt vier Berichten, die dieses Jahr im Rahmen des Sachstandberichts des IPCC erscheinen werden. Neben einer umfassenden Analyse der Auswirkungen des Klimawandels auf die Bevölkerung und die Ökosysteme, wird der Bericht ebenfalls versuchen, die zukünftigen Auswirkungen sowie die Möglichkeiten diese durch Anpassung und Maßnahmen einzudämmen, einzuschätzen.
Kontrovers wird voraussichtlich der Teil des Berichts sein, der sich mit den möglichen Lösungen beschäftigen wird. Die Gliederung des Kapitels deutet darauf hin, dass das Kapitel das Verhältnis zwischen Maßnahmen und tatsächliche Minderung sowie die ökonomischen Kosten der Schäden und die Vorteile von Maßnahmen analysieren wird.
Eine Zusammenfassung des ersten Teils des Berichts bezüglich der wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels wurde am 2. Februar 2007 in Paris angenommen. Zum ersten Mal seit dem letzten Bericht des IPCC im Jahre 2001 hält der Bericht fest, dass zu 90%iger Sicherheit menschliche Aktivitäten, wie die Verbrennung fossiler Brennstoffe, die Ursache des Klimawandels sind (EurActiv 2. Februar 2007).



