Die wichtigsten Erkenntnisse des vierten Gutachtens, das am 4. Mai 2007 veröffentlicht wurde, stammen aus dem Bericht der Arbeitsgruppe III mit dem Titel „Schadensminderung des Klimawandels“. Eine Reihe von Reaktionsmöglichkeiten zum Klimawandel wird in dem Bericht vorgestellt, zusammen mit einer Überprüfung der wirtschaftlichen und sozialen Folgen dieser Reaktionen. Die Berichte der anderen beiden Arbeitgruppen beziehen sich auf die wissenschaftliche Basis zur Überprüfung des Klimawandels sowie auf den vermutlichen Effekt des Klimawandels auf die menschliche Bevölkerung und auf Ökosysteme.
- Technologien
Die Rolle der Technologien bei der Schadensbegrenzung des Klimawandels wird mehrmals in Zusammenhang mit verschiedenen Bereichen, einschließlich Gebäuden, Abfall und Landwirtschaft, erwähnt. Die Entwicklung eines Bestands an Technologien, die heutzutage existierten und von denen erwartet werde, dass sie in den nächsten Jahrzehnten kommerzialisiert würden, würden zu den besten Ergebnissen führen, so der Bericht. Ursprüngliche Investitionen in Technologien könnten beachtliche Kosten hervorrufen, die aber auf längere Zeit durch Effizienzgewinne kompensiert würden.
- Wirtschaftliche Potentiale und Kosten
Es gebe ein nachhaltiges wirtschaftliches Potential, das man durch Begrenzungsbemühungen der Schäden durch Treibhausgasemissionen nutzen könne. Kosten, die aus der Schadensbegrenzung resultierten, könnten gesenkt werden, wenn man beispielsweise Einkommen aus CO2-Steuern oder versteigerten Emissionsberechtigungen zur Förderung CO2-armer Technologien oder zur Reform bestehender Steuern nutze.
Der Bericht stellt fest, dass Schadensbegrenzung einen negativen Einfluss auf das BIP der Staaten haben werde, wenn sie nicht, zusätzlich zu Steuer- und Marktstrukturreformen, von angemessenen Investitionen in die Infrastruktur und Technologien begleitet würden.
Wenn man die richtigen Maßnahmen ergreife, werde die Erhöhung der Erderwärmung auf unter 2°C 0,12% des jährlichen weltweiten BIPs ausmachen.
- Transport
In einer weniger ermutigenden Feststellung wird erklärt, dass trotz vieler Optionen zur Emissionsreduzierung im Transportsektor die Auswirkung dieser Maßnahmen durch das Wachstum im Transportbereich aufgehoben werde. Zunehmender Lufttransport und der wachsende Kraftfahrzeugsektor könnten sich schneller als die Fortschritte bei der Kraftstoffeffizienz von Fahrzeugen und Flugzeugen entwickeln. Das Potential von Biokraftstoffen hänge zudem noch weitgehend von den Produktionsmethoden ab.
Der Bericht stellt weiter fest, dass Begrenzungsbemühungen im Transportbereich mit anderen Maßnahmen verbunden werden müssten, weil eine Reduzierung der Fahrzeugemissionen oft ein positiver Nebeneffekt von Maßnahmen gegen Verkehrsbelastung, für die Luftqualität und Energiesicherheit sei.
- Investitionen in Energieinfrastruktur
Der Ausbau der Energie- und anderer Infrastruktur wird im Allgemeinen als ein Eindämmungsfaktor für Treibhausgasemissionen gesehen, jedoch benötigen bestimmte Verbesserungsmaßnahmen Jahrzehnte, bis ihre Auswirkungen sichtbar werden. Der Bericht erklärt in dieser Hinsicht, dass es oft kosteneffektiver sei, in Verbesserung der Endenergieeffizienz zu investieren, als Energielieferungen zu erhöhen um der Nachfrage nachzukommen.
Die Nutzung erneuerbarer Energien wird in dem Bericht befürwortet, jedoch neben anderen Quellen wie Atomenergie.
- Politikinstrumente
Der Bericht zeigt ein gemischtes Bild der Vorteile von Politikinstrumenten: Alle Systeme hätten ihre Vor- und Nachteile. Standards und Vorschriften beispielsweise geben eventuell Sicherheit hinsichtlich der genehmigten Höhe von Emissionen, sie enthielten jedoch möglicherweise keine Innovationen oder weiterentwickelte Technologien.
- Veränderungen des Lebensstils
Anpassung individueller Lebensstile wird als ein weiterer wichtiger Eindämmungsfaktor für Treibhausgasemissionen angeführt.



