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UN warnt vor Auswirkungen der Migration auf Klimawandel [DE]

Veröffentlicht 10. Juni 2009 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Etwa 23,5 Millionen Menschen könnten von Klimawandel aus den dicht besiedelten Ganges, Mekong und Nildeltas verdrängt werden, wenn der Meeresspiegel um einen Meter steigen sollte, so eine neue Studie vom Universitätsinstitut der Vereinten Nationen für Umwelt und Menschliche Sicherheit (UNU-EDS) und anderen Forschungsinstituten.

Die verwertbare landwirtschaftliche Fläche könnte um mindestens 1,5 Millionen Hektar zurückgehen und weitere 10,8 Prozent würden die Auswirkungen eines Anstiegs der Meeresspiegel zu spüren bekommen, besagte die erste multikontinentale Studie über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Migration, die heute von der UNU-EHS und der Organisation CARE International in Bonn präsentiert werden soll.  

Durch empirische Belege von vielen Forschern unterstützt, sucht der Bericht einen Konsens über die Bedeutung des Kampfes gegen den Klimawandel als Triebkraft der Migration zu schaffen.   

Sie drängt internationale Klimavertreter, die sich in der ehemaligen Bundeshauptstadt zu einer weiteren Runde der Klimaverhandlungen zusammengefunden haben dazu, die Migration beim Entwurf der Anpassungsstrategien zu berücksichtigen, während der Klimawandel droht Millionen Menschen obdachlos werden zu lassen, besonders in den armen Regionen der Welt. 

Schätzungen der Zahl der Menschen, die aufgrund des Klimawandels umsiedeln müssen, belaufen sich auf 25-50 Millionen für das Jahr 2010 und nahezu 700 Millionen für das Jahr 2050. 

Die schlimmsten Auswirkungen werden in den am wenigsten entwickelten Ländern und Inselstaaten stattfinden, die auch die geringsten Ressourcen haben, um mit den Konsequenzen der globalen Erwärmung fertig zu werden, erklärt der Bericht. 

Der Bericht fordert, dass das Klimaabkommen, über das im Dezember unter der UN Klimarahmenkonvention (UNFCC) abgestimmt wird, bindende Verpflichtungen für historische Emittenten festsetzen soll, um verwundbaren Gemeinschaften zu helfen klimabeständiger zu werden. Geld solle zusätzlich zu existierenden Verbindlichkeiten der Entwicklungshilfe fließen, so der Report.   

Die Autoren drängen zu substantiellen Investitionen auf der Seite der Adaptionsmaßnahmen, so wie wassersparende Bewässerungssysteme und Katastrophenmanagement. Sie weisen darauf hin, dass besonders arme Menschen ein erhebliches Risiko haben, an Orte zu fliehen, wo die Umweltbedingungen ähnlich prekär sind. 

Der Bericht warnt, dass das Engagement der Regierungen die Situation der Menschen nicht unbedingt verbessere, da Umsiedelung hohe Kosten mit sich bringen könnte, wobei starke Verluste der Existenzen und des kulturellen Verfalls entstehen könnten. Er verwies deshalb auf die Wichtigkeit, die lokale Bevölkerung in die Anpassungsplanung miteinzubeziehen.

Die Autoren betonten auch, dass der Klimawandel in existierenden und nationalen Rahmenprogrammen über Umsiedelung und Migration berücksichtigt werden sollte.

Das Phänomen hat eine neue Klasse von Menschen geschaffen, auf welche die aktuelle Unterscheidung zwischen freiwilliger und erzwungener Migration nicht mehr passt, was dazu führt, dass sie womöglich nicht mehr den Schutz bekommen, den sie brauchen.

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