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Der US-amerikanische Unterhändler bei den von der UN geführten Post-Kyoto-Verhandlungen, die derzeit in Wien abgehalten werden, hat gesagt, dass es zwischen Brüssel und Washington zum Klimawandel vermutlich mehr Bereiche gebe, in denen 'Einigkeit als Uneinigkeit' herrsche. Er sicherte weiterhin zu, die Emissionen in den USA zu senken.
Harlan Watson, der die US-amerikanische Delegation während der Gespräche vom 27. bis 31. August 2007 anführen wird, sagte, die Vereinigten Staaten würden das vorlegen, was ihrer Überzeugung nach ihr Beitrag zu den weltweiten Emissionssenkungen sein werde. Er fügte hinzu, er sehe hier jedoch keine einheitliche Lösung, die auf alle zutreffen könne. Watson erklärte weiterhin, dass sowohl die USA als auch die EU die Bedeutung globaler Bemühungen erkannt hätten: Er denke, man komme einem gegenseitigen Verständnis zunehmend näher.
Watson konnte jedoch den möglichen Beitrag der USA zu den weltweiten Emissionssenkungen nicht quantitativ bestimmen. Ein Bericht der Internationalen Energie-Agentur (IEA) zeigte, dass die USA weltweit noch immer den größten Beitrag zu Umweltverschmutzung leisteten, jedoch bald von China überholt werden könnten. Die Nachrichtenagentur Bloomberg zitiert Colette Lewiner, die globale Leiterin Energy & Utilities bei dem Unternehmen für Managementberatung Capgemini; sie sagte, um glaubwürdiger zu sein, müssten die USA quantitative Ziele festlegen. Täten sie dies nicht, seien dies nur ‚schöne Worte’.
Hans Verolme, Direktor für Klimawandel der Umweltorganisation WWF International, sagte, Europa sei seine Verpflichtung eindeutig eingegangen. Er wolle dies auch von den USA sehen.
Der Mangel an Emissionsbegrenzungen für Entwicklungsländer und sich entwickelnde Volkswirtschaften, einschließlich China, war neben Kosten für die eigene Wirtschaft für die Bush-Administration der wichtigste Grund, 2001 von dem Kyoto-Protokoll zurückzutreten. In Wien betonte Watson, um das Klima zu schützen seien enorme Senkungen notwendig, die sich auf weit unter 50% beliefen. Er fügte hinzu, dass dies nicht nur für Industrienationen zutreffe sondern auch für Entwicklungsländer.
Während der Konferenz präsentierten die Vereinten Nationen einen neuen Bericht
, der feststellt, dass die zusätzliche, geschätzte Menge an Investitionen und Finanzströmen, die 2030 nötig sei, um dem Klimawandel zu begegnen, im Vergleich mit der Finanzierung, die derzeit unter dem Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen und dem Kyoto-Protokoll zur Verfügung stünde, hoch sei, jedoch niedrig im Verhältnis zum geschätzten weltweiten Bruttoinlandsprodukt (0,3-0,5%) und zu den weltweiten Investitionen (1,1-1,7%) im Jahr 2030.
Laut des Berichts könnten die zusätzlich notwendigen Finanzierungen hauptsächlich durch Emissionshandelsmärkte wie das Emissionshandelssystem der EU (EU-ETS) erbracht werden.
Am 24. September 2007 wird die UN eine weitere Konferenz zum Klimawandel abhalten. Für den 27. und 28. September haben die USA eine Konferenz angekündigt, die in Washington stattfinden wird und an der Nationen, die weltweit den größten Beitrag zur Umweltverschmutzung haben, teilnehmen werden. Ein wichtiger Gipfel zum Klimawandel wird im Dezember 2007 in Bali, Indonesien, stattfinden.