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Weltbank: Ausgleiche werden eine Rolle beim Kyoto- Nachfolgeabkommen spielen [DE]

Veröffentlicht 22. Mai 2009 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Emissionsausgleiche werden eine wichtige Rolle in jeglichem zukünftigen globalen Klimaabkommen spielen, aber es wird nötig sein die Anstrengungen zu erhöhen und aus Projekten Programme zu machen, sagt Joëlle Chassard, die die CO2-Finanzierungseinheit der Weltbank leitet, in einem Interview mit EurActiv. 

Um das komplette Interview zu lesen, klicken Sie bitte hier

Man erwarte, dass internationale Ausgleiche weiterhin Teil der zukünftigen Agenda sein werden, vor allem als ein Weg um finanzielle Anreize für Entwicklungsländer zu schaffen und zu ermutigen den Klimawandel anzugehen.

Nach Ansicht der Weltbank würden durch den enormen Bedarf an Entwicklung in den armen Ländern die weitere Finanzierung unter dem Clean Development (CDM) und dem Joint Implementation (JI) –Mechanismen des Kyoto-Protokolls gerechtfertigt sein. 

Internationale Ausgleiche wurden dafür kritisiert, dass sie Emissionsreduzierungen in Industriestaaten hindern würden, indem man es ihnen erlaube in Projekte zu investieren die Emissionen in Entwicklungsländern reduzieren, anstatt teurere Emissionsreduzierungen im eigenen Land zu finanzieren. 

Chassard sagte, das die internationalen Ausgleiche die Kosten für die globalen Emissionsreduktionen reduzieren würden, was der internationalen Gemeinschaft mehr Gelegenheit geben würde, ambitionierte Reduktionspläne anzunehmen. 

Man habe Beweise, dass Europa und Japan viel im eigenen Land unternehmen würden, sich aber teilweise auf internationale Ausgleiche verlassen würden, um ihre gesamten Reduktionsziele zu erreichen.

In ihren Vorschlägen für das globale Klimaabkommen sagte die Europäische Kommission, dass sie möchte, dass gesamte Industriebranchen in Schwellenländern wie China erst gewisse Effizienz- oder Emissionsstandards erfüllen müssen, bevor sie sich CDM-Kredite verdienen könnten. 

Chassard sagte, dass die Weltbank die Idee unterstützen würde und dass man bereits daran arbeite, was man als eine echte Evolution betrachten könnte: der Schritt von Projekten zu Programmen und letztendlich zu umfangreichen und strategischen nationalen Reduktionsplänen. 

Die Aufgabe der man gegenüber stehe sei, dass man nun versuchen solle die Anstrengungen zur Reduzierung der Treibhausgase zu erhören und Marktmechanismen benutzen sollte, um die Reduzierung auf lange Sicht zu erhöhen, sagte sie. 

Über das Verlangen der EU nach einem OECD-weiten CO2-Markt sagte, sie dass dies nur schrittweise möglich sei. Allerdings stimmte sie zu, dass dies der richtige Ansatz sei. Außerdem sagte sie dass die Erfahrung mit CO2-Märkten soweit positiv sei. 

Chassard stimmte mit vielen Entwicklungsländern überein, dass der Markt alleine nicht genügend Finanzierung bereitstellen könne. Nach ihrer Ansicht habe der Markt bedeutende Summen aus dem Privatsektor bereitgestellt, um Investitionen in die Reduzierung des Klimawandels zu ermöglichen. Dies sei ein Instrument, aber es könne nicht das einzige sein, so Chassard weiter. 

Außerdem stellte sie heraus, dass der reguläre Leihbetrieb der Weltbank bereits Finanzierung für Entwicklungsländer bereitstelle. 

Auf die Frage hin, welche finanziellen Instrumente sie in das Kopenhagener Klimaabkommen integriert sehen wolle, sagte sie, dass es wichtig sei, einen Rahmen zu schaffen, der Investoren aus dem öffentlichen und dem privaten Sektor dazu ermutige, die Ziele des Klimaabkommens zu erreichen. 

Man habe bis jetzt noch nicht das optimale Instrument gefunden, sagte sie. Man glaube aber fest daran, dass man den besten Nutzen aus der Fähigkeit ziehen werde, verschiedene Finanzierungsinstrumente zusammenzubringen, um letztendlich groß angelegte Programme für die Reduzierung des Klimawandels zu erreichen.

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