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20. November 2008
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Wirtschaftsgruppe fordert CO2-arme Wirtschaft in Großbritannien [DE][en][fr

Erschienen: Dienstag 23. September 2008   

Eine Wirtschaftsgruppe, die sich aus einigen der größten britischen Unternehmen zusammensetzt, fordert parteiübergreifende Bemühungen, um den nötigen Transformationsprozess in der Wirtschaft umsetzen und der Bedrohung durch den Klimawandel entgegentreten zu können.

Die Führer 18 großer britischer und internationaler Unternehmen, darunter B&Q, Centrica, LloydsTSB, Shell, Tesco und Vodafone, vertreten in Briefen, die sie an Premierminister Gordon Brown und die Parteichefs gerichtet haben, die Auffassung, dass die Ergreifung von Maßnahmen nicht herausgezögert werden dürfe, auch wenn die globale Wirtschaftsflaute Zweifel an der Durchführbarkeit eines mutigen Ansatzes zur Bekämpfung des Klimawandels aufkommen ließe. 

Die Gruppe der Wirtschaftsführer, die im Namen des Prince of Wales vom University of Cambridge Programme for Industry gebildet wurde und geleitet wird, fordert große Investitionen in wichtige Infrastrukturprojekte, um mit jedem Jahr die Emissionen reduzieren zu können. 

Der Kampf gegen das Problem des Klimawandels sei die Wachstumsstrategie der Wirtschaft. Die technologischen Lösungen seien weitestgehend bekannt. Was man nun brauche, seien Projekte, um ein CO2-armes Energiesystem in Großbritannien zu errichten, sagte James Smith, der Vorstandschef von Shell UK.

Die Gruppe bietet ihre Unterstützung für das Gesetz zum Klimawandel an, das derzeit im Parlament diskutiert wird, aber fügt hinzu, dass es unbedingt notwendig sei, parteiübergreifend ein umfassendes Paket an politischen Maßnahmen auszuarbeiten, um jeden wichtigen Wirtschaftssektor zu verändern. 

Wie von der Gruppe dargestellt, sollen einige wichtige Elemente des Pakets einen höheren Standard für Energieeffizienz, die Unterstützung für CO2-arme Technologien und Produkte, mutige neue Vorgaben für die Berücksichtigung ökologischer Kriterien bei der Auftragsvergabe im öffentlichen Sektor sowie Maßnahmen zur Einrichtung eines stabilen Kohlenstoffmarktes umfassen. In dieser Hinsicht begrüßt die Gruppe die fortschrittliche Entscheidung, im Rahmen des Europäischen Emissionshandelssystems Emissionsrechte zu versteigern.

Die Gruppe erkennt den Handlungsbedarf auf internationaler Ebene und fordert Großbritannien auf, für erfolgreiche UN-Klimaverhandlungen in Kopenhagen im nächsten Jahr vorauszuplanen. Man solle dabei mit der Hypothese arbeiten, dass sich die EU darauf einigen wird, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 30% statt um 20% zu reduzieren.

Wenn Großbritannien seine Führungsrolle weiterhin ausfüllen wolle, müssten die Regierung und die Wirtschaft jetzt zusammenarbeiten, um durch die Umsetzung neuer Projekte und Verfahren, die nötig seien, um eine klimafreundlichere Wirtschaft zu errichten, ihre Bereitschaft zu wirklichen Veränderungen zu zeigen.  

Der von der britischen Regierung gesponserte Carbon Trust betonte sowohl die ökologischen als auch die wirtschaftlichen Vorteile einer verbesserten Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und dem öffentlichen Sektor. Neuem Datenmaterial zufolge hat der Trust britischen Unternehmen dabei geholfen, 1 Milliarde Euro an Energiekosten einzusparen und CO2-Emissionen um 17 Millionen Tonnen seit seiner Gründung 2001 zu reduzieren.

Dr. Neil Bentley, der Leiter von Business Environment der Confederation of British Industry (CBI), sagte, die Emissions- und Kostensenkungen, die die Unternehmen, mit denen der Trust zusammengearbeitet habe, erzielt hätten, zeigten, dass ökologische Effizienz auf dem heutigen Markt auch mit finanzieller Effizienz gleichgesetzt werden könne.

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