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Interview: Mehrsprachigkeit 'lässt in den EU-Institutionen nach' [DE]

Veröffentlicht 14. Mai 2008 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Sicherzustellen, dass im Herzen der EU verschiedene Sprachen vertreten sind, sei essentiell für Demokratie, sagt Abdou Diouf, Generalsekretär der Organisation Internationale de la Francophonie (OIF).

Im Interview mit EurActiv Frankreich bedauerte Diouf den „Rückgang“ der Mehrsprachigkeit in den EU-Institutionen und forderte eine „ehrgeizige Politik“, die zum Ziel habe, die sprachliche Vielfalt wiederherzustellen und die Entwicklung hin zu einem monolingualen Europa aufzuhalten.

Diese Entwicklung werde durch eine „unausgewogene und gleichbleibende Globalisierung“ hervorgerufen, die sich nicht sehr um kulturelle und sprachliche Vielfalt kümmere, betont Diouf. Er verweist auf die Tendenz der Geschäftswelt, sich in Richtung „sprachliche Uniformität und zunehmende Verbreitung der englischen Sprache“ zu entwickeln.

Wenn das europäische Projekt weiterhin die Unterstützung ihrer Bürger erhalten wolle, dann müssten deren Sprachen und Kulturen derart präsentiert werden, als seien „Sprache und Demokratie untrennbar miteinander verbunden“, erklärt er.

Diouf sagt, er sei „erfreut über die frankophone Perspektive, die Präsident Sarkozy darstellt“. Er beschreibt den französischen Präsidenten als einen „leidenschaftlichen Unterstützer der französischen Sprache und Werte“. Aber „man kann jedoch nichts fördern, was bereits fest verwurzelt ist“, warnte er und erklärte, es sei wichtig, die Ausbreitung der französischen Sprache in neue Gebiete zu unterstützen sowie deren gegenwärtige Hochburgen in der ganzen Welt zu erhalten.

Eine wirksame Sprachenpolitik „bedeutet nicht, sich nur für eine einzige Sprache einzusetzen, sondern die Förderung und Unterstützung des Prinzips der sprachlichen Vielfalt und das Vorhandensein mehrerer Sprachen im Herzen der Europäischen Union“, sagte Diouf.

Die Kommission wird ihre neue Strategie für Mehrsprachigkeit im September 2008 vorlegen (EurActiv vom 19. Februar 2008). Zudem überarbeiten die EU-Institutionen derzeit ihre Übersetzungs- und Dolmetschungssysteme – als Teil einer umfassenderen Debatte über den Umfang und die Kosten der Sprachenpolitik, die derzeit aus dem EU-Haushalt 1,1 Milliarde Euro bzw. ein Prozent erhält.

Um das vollständige Interview auf der Internetseite von EurActiv Frankreich zu lesen, klicken Sie bitte hier

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