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5. Dezember 2008
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Orban: "Unternehmen Sprache" führt zu wirtschaftlichem Erfolg [DE][en][fr

Erschienen: Mittwoch 26. September 2007   

Mehrsprachigkeit sei kein Hindernis, sondern sollte als eine Chance verstanden werden, die europäische Unternehmen nutzen können, sagte der Kommissar für Mehrsprachigkeit, Leonard Orban, während einer Konferenz am 21. September 2007 in Brüssel.

Hintergrund:

Die Konferenzexternal  über Unternehmenstätigkeit, Fremdsprachen und interkulturelle Kompetenzen, die gemeinsam von der Europäischen Kommission und der portugiesischen Ratspräsidentschaft organisiert wurde, hatte zum Ziel das Potential der Mehrsprachigkeit für die Steigerung der Leistung der Unternehmen zu diskutieren.

Als Beitrag zu Orbans Initiative „Unternehmen Sprache“ versammelte die Konferenz 250 Vertreter von Unternehmen, Handelskammern, Kulturinstituten, Sprachschulen und Gewerkschaften sowie Politiker und Stakeholder.

Ziel der Konferenz war es, zu klären, „welche Vorteile sprachliche Fähigkeiten und interkulturelle Kompetenzen den Unternehmen verschaffen”.

Im Februar 2007 hatte eine vom britischen National Centre for Languages veröffentlichte Studieexternal mit dem Titel „Effects on the European Economy of Shortages of Foreign Language Skills in Enterprise“ gezeigt, dass sich tausende europäische Unternehmen wegen mangelnder Sprachkenntnisse Geschäftsmöglichkeiten und Vertragsabschlüsse entgehen lassen (EurActiv vom 26. Februar 2007).

Weitere Nachrichten:

In seiner Einführungsrede verwies Orban auf das europäische Motto „Einheit in der Vielfalt“ und betonte, „Sprachenvielfalt stellt intern und auch in den
Außenbeziehungen kein Hindernis dar“, sondern „eine Chance, die wir nutzen können“. 

In seiner Rede betonte Orban die bevorstehenden Herausforderungen:

  • die Notwendigkeit, „die Unternehmen für die Vorteile sensibilisieren, die sie dadurch erreichen, dass sie in sprachliche Ausbildung investieren und einen strategischen Ansatz für mehrsprachige Kommunikation übernehmen”;
  • die Notwendigkeit, sicherzustellen, „dass unsere Bildungssysteme den jungen Menschen die Sprachkenntnisse vermitteln, die sie benötigen, um die in Europa gebotenen Beschäftigungs- und Handelsmöglichkeiten optimal zu nutzen“, und; 
  • die Notwendigkeit, „das lebenslange Lernen, über die formale Bildung hinaus, in Betracht (zu) ziehen”.

In drei Workshops wurde die Bedeutung und das Potential, das Mehrsprachigkeit für Unternehmen birgt, aus verschiedenen Blickwinkeln untersucht – aus unternehmerischer, sprachlicher und politischer Perspektive.

Odile Quintin, die Generaldirektorin der GD Bildung und Kultur, stellte schließlich die wichtigsten Ergebnisse der Workshops vor:

  • Englisch allein ist nicht ausreichend als „Katalysator für das Wirtschaftsleben“. Wettbewerbsvorteile können jedoch durch weitere Fremdsprachenkenntnisse in Verbindung mit interkulturellen Kompetenzen erreicht werden.
  • Es ist wichtig, ein Bewusstsein für die Bedeutung von Sprachen bereits im jungen Alter zu schaffen. Der Spracherwerb bei Kindern sollte so früh wie möglich beginnen, und sie sollten ein Verständnis dafür entwickeln, dass das Erlernen von Fremdsprachen ein Vorteil ist.
  • Es ist gleichermaßen wichtig, dieses Bewusstsein unter Unternehmen, auch bei kleinen Unternehmen, zu schaffen.
  • Die Interaktion zwischen diesen beiden Bereichen – Bildung und Unternehmen – sollte gestärkt werden.
  • Sprachstrategien sollten Teil der Unternehmenspolitik sein.
  • Eine Politik der Mehrsprachigkeit auf allen Ebenen ist notwendig.

Nächste Schritte:

  • 26. September 2007: Europäischer Tag der Sprachen und Ausstellung über sprachbezogene Projekte.

  • November 2007: Die Konferenz hat ein Wirtschaftforum für Mehrsprachigkeit ins Leben gerufen. Den Vorsitz wird Vicomte Etienne Davignon, der Präsident von CSR Europe, innehaben. Das Forum wird untersuchen, wie Mehrsprachigkeit genutzt werden kann, um die Wirtschaftsleistung von Unternehmen zu optimieren.

  • Ende 2008: Kommissar Orban wird eine Kommissionsstrategie zu Mehrsprachigkeit vorlegen.

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