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Mehr Statistiken über Lebensmittelverbrauch gefordert [DE]

Veröffentlicht 13. Mai 2008 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Genaue Informationen über die Ernährung der Menschen seien nötig, um die Folgen korrekt einschätzen zu können, welche die Aufnahme einer bestimmten Menge bestimmter Nährstoffe mit sich bringen kann sowie um eine Gesundheitspolitik ausarbeiten zu können, welche Ernährungsaspekte einschließt. So schloss ein Stakeholder-Workshop in der vergangenen Woche.

Wenn man herausfinden wolle, welche die beste Menge an einigen Nährstoffen sei, die man zu sich nehmen sollte, müsse man wissen, was die Menschen tatsächlich äßen, und die gesundheitlichen Auswirkungen der Aufnahme unterschiedlicher Mengen vergleichen. Dieser Ansicht ist Dr. Loek Pijls, ein Wissenschaftler am International Life Sciences Institute (ILSI Europe).

Der Workshop, der am 6. Mai 2008 vom Verband der Europäischen Salzindustrie (EuSalt) organisiert wurde, hatte das Ziel, eine Debatte über die Notwendigkeit von auf EU-Ebene vergleichbaren Daten über den Lebensmittelverbrauch der Menschen zu eröffnen, um im Anschluss Gesundheitsstrategien zu formulieren und Empfehlungen über die Aufnahme von Nährstoffen zu geben.

Gegenwärtige politische Strategien in diesem Bereich seien „schneller als die Wissenschaft“, bemerkte der Geschäftsführer von EuSalt, Wouter Lox. Beate Kettlitz, die Direktorin Wissenschaftliche & Rechtliche Angelegenheiten bei CIAA, dem europäischen Verband der Lebens- und Genussmittelindustrie, stimmte ihm zu und sagte, die Politiker entwickelten Regelungen, bevor ihnen Forschungsergebnisse und Daten vorlägen.

Daten über die Nahrungsaufnahme sollten Aufschluss darüber liefern, was die Menschen tatsächlich äßen, sagte Pijls. Wenn man wisse, was gegessen werde, könne man dies mit gesundheitlichen Folgen in Zusammenhang und so die optimale Menge bestimmter Bestandteile unserer Nahrung in Erfahrung bringen.

Auf die Frage, ob es die Notwendigkeit einer Harmonisierung in der EU hinsichtlich Daten über Nahrungsaufnahme gebe, sagte der Professor für Lebensmittelwissenschaft und -technologie André Huyghebaert  von der Universität Gent, ein gemeinsamer Rahmen auf EU-Ebene sei nötig, auch wenn die nationalen Behörden die wichtigste Rolle in dieser Angelegenheit spielen müssten.

Dennoch waren einige Teilnehmer skeptischer und behaupteten, die Verbrauchsmuster der Europäer – die an Kultur, Alter oder Geschlecht gekoppelt sind – unterschieden sich so sehr voneinander, dass es immer sehr schwierig wäre, EU-weite Empfehlungen herauszugeben. Eine Harmonisierung der Datenerhebung über Nahrungsaufnahme könnte zu genaueren Daten über Nahrungsmittelverbrauch führen und damit zu langfristigen Strategien im Gesundheitsbereich, sagten sie.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Wichtigkeit von vergleichbaren Daten auf nationaler Ebene über die Aufnahme unterschiedlicher Nährstoffe erkannt.

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