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Schädlicher Mozzarella: Kommission ermahnt Italien [DE]

Veröffentlicht 28. März 2008 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Versicherungen seitens italienischer Gesundheitsbeamter, dass man mit Dioxin belasteten Mozzarella unter Kontrolle habe, wurden von der Kommission als „unzureichend“ erachtet. Sie drohte am Donnerstag (27. März 2008), ein Einfuhrverbot für Milchprodukte aus dem süditalienischen Kampanien zu verhängen. 

Die europäische Kommission hat die italienischen Behörden ermahnt, „weitere Maßnahmen“ zu ergreifen, um sicherzustellen, dass mit Dioxin belasteter Mozzarella nicht den europäischen Markt erreicht. Damit reagiert sie auf Funde von schädlicher Milch und Käse in der Region Kampanien.

Italien hat Brüssel am Mittwoch informiert, dass in 25 Käsereien, die Mozzarella aus Büffelmilch herstellen, Käse gefunden worden waren, die Dioxine und Dioxin-ähnliche Substanzen enthalten, die über den EU-Grenzwerten liegen.

Dioxine werden als krebserregend bezeichnet, ein Sprecher der Kommission hingegen sagte, die Werte seien, obwohl über den EU-Grenzwerten, „nicht übermäßig“.

Die belasteten Käse und die belastete Milch wurden in einer Probe gefunden, die in über 130 Käsereien in der Umgebung um Neapel entnommen worden war. Das Gebiet befindet sich seit Monaten in einem Müllnotstand. Der Notstand war erstmals im Sommer 2007 in Erscheinung getreten, hatte internationale Schlagzeilen verursacht und ein Rechtsverfahren der EU hervorgerufen (EurActiv vom 27. Juni 2007). Im Januar 2008 drohte der Kommissar für Umwelt, Stavros Dimas, Italien für den Bruch mit der EU-Gesetzgebung hinsichtlich Müllverwaltung mit einer Strafe zu belegen (EurActiv vom 16. Januar 2008).

Italien sagte, man habe das Problem unter Kontrolle und es sei kein Dioxin enthaltender Mozzarella exportiert worden.

In einer Stellungnahme sagte die Kommission, man glaube, dass die eingeleiteten Maßnahmen nicht ausreichend seien, da eventuell belastete Produkte nicht zurück gerufen worden seien und das Kontrollprogramm der Käsereien in Kampanien noch zu begrenzt sei.

Die Gesundheitsministerin Livia Turco sagte, sie würde der Kommission am Freitag (28. März 2008) ein Schreiben zukommen lassen, in dem sie die besonderen Maßnahmen erklären würde, die zur Überprüfung aller Käsereien in Kampanien ergriffen würden, um so ein EU-weites Einfuhrverbot zu vermeiden.

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