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Am 1. Januar 2007 übernimmt Deutschland von Finnland den EU-Ratsvorsitz. EurActiv stellt Links zu den Schwerpunktthemen, wichtigen Akteuren und der Tagesordnung der deutschen Präsidentschaft zur Verfügung.
Vom 1. Januar bis zum 1. Juli 2007 übernimmt Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft und wird die Treffen des Rates organisieren und leiten. Die Präsidentschaft steht unter dem Motto „Europa gelingt gemeinsam“.
Ab dem 1. Januar 2007 wird Deutschland zudem den G8
-Vorsitz innehaben.
Eckdaten und wichtige Dokumente:
Weitere Informationen zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft finden Sie im offiziellen Präsidentschaftsprogramm
und dem Tagungskalender
.
Energie und Umwelt
Themen: Energieeffizienz, Bioenergie und Innovation werden die Schwerpunkte bis März 2007 bilden.
Ziele und Entwicklungen: Die Kommission bereitet derzeit ein wichtiges Energiepaket vor, im Rahmen dessen am 10. Januar 2007 ein Aktionsplan Energie vorgelegt werden soll, über den auf dem Europäischen Rat im März beraten wird. Es wird hierbei vor allem um Energieeffizienz, Bioenergie und Innovation, aber auch um umstrittenere Fragen wie Energiesolidarität, den nationalen Energiemix und nationale „Energie-Champions“ gehen. Die deutsche Ratspräsidentschaft will zudem bis zum 1. Juli 2007 den Binnenmarkt für Strom und Gas vollenden.
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Lissabon
Themen: Die deutsche Ratspräsidentschaft wird bis März 2007 außerdem Schwerpunkt auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und das Wirtschaftswachstum legen. In diesem Zusammenhang will Bundeskanzlerin Merkel auch bessere Rechtsetzung und den Bürokratieabbau voranbringen.
Ziele und Entwicklungen: Die Präsidentschaft hat sich zum Ziel gesetzt, der Lissabon-Strategie neuen Schwung zu geben, die von den Staats- und Regierungschefs im Jahr 2000 beschlossen wurde. Der Rat „Wettbewerbsfähigkeit“ wird sich am 19. Februar 2007 und im Rahmen des Frühjahrsgipfels am 8. und 9. März 2007 mit diesem Thema befassen. Ein besonderes Augenmerk wird auf der besseren Rechtsetzung liegen. Zudem soll das Prinzip der Diskontinuität zur zügigeren Verabschiedung von Gesetzen auf EU-Ebene eingeführt und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen verbessert werden.
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Verfassung
Themen: In der zweiten Hälfte der Präsidentschaft wird Deutschland versuchen, das Verfassungsprojekt wiederzubeleben. Ziel ist es, einen Weg aus dem momentanen Stillstand im Verfassungsprozess zu finden, um im Laufe der französischen Ratspräsidentschaft noch vor den Wahlen zum Europäischen Parlament im Juni 2009 einen Vertrag umzusetzen.
Ziele und Entwicklungen: Nach den gescheiterten Referenden zur Europäischen Verfassung in Frankreich und den Niederlanden im Jahr 2005 hat die EU sich eine Reflexionsphase verordnet. Im Januar 2007 werden 18 Mitgliedstaaten - also 2/3 der Staaten – die Verfassung ratifiziert haben. Der deutsche Ratsvorsitz will die Debatte zwischen den Hauptstädten der Mitgliedstaaten wieder ankurbeln und berät sich dazu mit anderen EU-Mitgliedern. Eine endgültige Fassung des Vertrags soll noch 2007 angenommen werden, damit die Verfassung noch vor den Wahlen zum Europäischen Parlament im Juni 2009 angenommen werden kann. Die deutsche Präsidentschaft wird einen Bericht vorbereiten, der im Juni vorgelegt werden und eine Analyse der derzeitigen institutionellen Krise, Empfehlungen im Hinblick auf den bestehenden Vertrag und eine Lösung für die Zukunft bieten soll.
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Erweiterung
Themen: Die Türkei und Kroatien sind Kandidatenländer und führen derzeit Beitrittsverhandlungen mit der EU.
Ziele und Entwicklungen: Während die Kommission empfohlen hat, die Verhandlungen mit der Türkei teilweise auszusetzen, schreiten die Verhandlungen mit Kroatien voran. Die Kommission plant, einen Bericht über die Beziehungen zwischen der Türkei und Zypern nach den türkischen Wahlen im Jahr 2007 vorzulegen. Im Hinblick auf Kroatien erwartet die Präsidentschaft die Eröffnung verschiedener Verhandlungskapitel und Forschrittschritte im Beitrittsprozess.
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Die wichtigsten Akteure:
Deutsche Ratspräsidentschaft
Bundesregierung
EU-Akteure
Parteien
NGOs und Think-Tanks
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