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Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft: In Kürze [DE][en][fr

Erschienen: Montag 11. Dezember 2006   

Am 1. Januar 2007 übernimmt Deutschland von Finnland den EU-Ratsvorsitz. EurActiv stellt Links zu den Schwerpunktthemen, wichtigen Akteuren und der Tagesordnung der deutschen Präsidentschaft zur Verfügung.

Zum gleichen Thema:

Zusammenfassung Links

Vom 1. Januar bis zum 1. Juli 2007 übernimmt Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft und wird die Treffen des Rates organisieren und leiten. Die Präsidentschaft steht unter dem Motto „Europa gelingt gemeinsam“. 

Ab dem 1. Januar 2007 wird Deutschland zudem den G8external -Vorsitz innehaben.

Eckdaten und wichtige Dokumente:

  • 1. Januar 2007: Deutschland übernimmt den EU-Ratsvorsitz
  • 17. Januar 2007: Rede der Bundeskanzlerin im Europäischen Parlament: Vorstellung des Präsidentschaftsprogramms
  • 8. und 9. März 2007: Europäischer Rat („Frühjahrsgipfel“), unter anderem Annahme des Aktionsplanes Energie
  • 24. und 25. März 2007: 50-Jahr-Feier zur Unterzeichnung der Römischen Verträge; mit der „Berliner Erklärung“ sollen die grundlegenden Ziele und Werte der EU neu formuliert werden
  • 6. bis 8. Juni 2007: G8-Gipfel
  • 21. und 22. Juni 2007: Europäischer Rat: Der deutsche EU-Ratsvorsitz wird ein Dokument zur derzeitigen Verfassungskrise vorlegen und Wege aus der Krise vorschlagen. Ein weiteres Thema wird die Wiederbelebung der Lissabon-Agenda sein.

Weitere Informationen zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft finden Sie im offiziellen PräsidentschaftsprogrammPdf external und dem Tagungskalenderexternal .

Kernfragen:

Energie und Umwelt

Themen: Energieeffizienz, Bioenergie und Innovation werden die Schwerpunkte bis März 2007 bilden.

Ziele und Entwicklungen: Die Kommission bereitet derzeit ein wichtiges Energiepaket vor, im Rahmen dessen am 10. Januar 2007 ein Aktionsplan Energie vorgelegt werden soll, über den auf dem Europäischen Rat im März beraten  wird. Es wird hierbei vor allem um Energieeffizienz, Bioenergie und Innovation, aber auch um umstrittenere Fragen wie Energiesolidarität, den nationalen Energiemix und nationale „Energie-Champions“  gehen. Die deutsche Ratspräsidentschaft will zudem bis zum 1. Juli 2007 den Binnenmarkt für Strom und Gas vollenden.

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Lissabon

Themen: Die deutsche Ratspräsidentschaft wird bis März 2007 außerdem Schwerpunkt auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und das Wirtschaftswachstum legen. In diesem Zusammenhang will Bundeskanzlerin Merkel auch bessere Rechtsetzung und den Bürokratieabbau voranbringen.

Ziele und Entwicklungen: Die Präsidentschaft hat sich zum Ziel gesetzt, der Lissabon-Strategie neuen Schwung zu geben, die von den Staats- und Regierungschefs im Jahr 2000 beschlossen wurde. Der Rat „Wettbewerbsfähigkeit“ wird sich am 19. Februar 2007 und im Rahmen des Frühjahrsgipfels am 8. und 9. März 2007 mit diesem Thema befassen. Ein besonderes Augenmerk wird auf der besseren Rechtsetzung liegen. Zudem soll das Prinzip der Diskontinuität zur zügigeren Verabschiedung von Gesetzen auf EU-Ebene eingeführt und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen verbessert werden.

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Verfassung

Themen: In der zweiten Hälfte der Präsidentschaft wird Deutschland versuchen, das Verfassungsprojekt wiederzubeleben. Ziel ist es, einen Weg aus dem momentanen Stillstand im Verfassungsprozess zu finden, um im Laufe der französischen Ratspräsidentschaft noch vor den Wahlen zum Europäischen Parlament im Juni 2009 einen Vertrag umzusetzen.

Ziele und Entwicklungen: Nach den gescheiterten Referenden zur Europäischen Verfassung in Frankreich und den Niederlanden im Jahr 2005 hat die EU sich eine Reflexionsphase verordnet. Im Januar 2007 werden 18 Mitgliedstaaten - also 2/3 der Staaten – die Verfassung ratifiziert haben. Der deutsche Ratsvorsitz will die Debatte zwischen den Hauptstädten der Mitgliedstaaten wieder ankurbeln und berät sich dazu mit anderen EU-Mitgliedern. Eine endgültige Fassung des Vertrags soll noch 2007 angenommen werden, damit die Verfassung noch vor den Wahlen zum Europäischen Parlament im Juni 2009 angenommen werden kann. Die deutsche Präsidentschaft wird einen Bericht vorbereiten, der im Juni vorgelegt werden und eine Analyse der derzeitigen institutionellen Krise, Empfehlungen im Hinblick auf den bestehenden Vertrag und eine Lösung für die Zukunft bieten soll.

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Erweiterung

Themen: Die Türkei und Kroatien sind Kandidatenländer und führen derzeit Beitrittsverhandlungen mit der EU.

Ziele und Entwicklungen:  Während die Kommission empfohlen hat, die Verhandlungen mit der Türkei teilweise auszusetzen, schreiten die Verhandlungen mit Kroatien voran. Die Kommission plant, einen Bericht über die Beziehungen zwischen der Türkei und Zypern nach den türkischen Wahlen im Jahr 2007 vorzulegen. Im Hinblick auf Kroatien erwartet die Präsidentschaft die Eröffnung verschiedener Verhandlungskapitel und Forschrittschritte im Beitrittsprozess.

Verwandte Dossiers:

Positionen:

Die wichtigsten Akteure:

Deutsche Ratspräsidentschaft

Bundesregierung

EU-Akteure

Parteien

NGOs und Think-Tanks

Weitere Links

Leserbriefe
Law is not a tool box for politics to indulge in
<a href="http://www.eurac.edu" rel="nofollow">Gabriel N. Toggenburg, EURAC</a>
Not feasible: CEPS Plan B for saving the Lisbon Treaty
Jim Murray, Former Director, BEUC
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