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Kurz vor der offiziellen Veröffentlichung des Weißbuchs über die EU-Kommunikationspolitik der Europäischen Kommission, hat Christophe Leclercq, Gründer von EurActiv, der Vizepräsidentin der Kommission, Margot Wallström, ein Gelbbuch mit Ideen zur Verbesserung der EU-Kommunikationsstrategie überreicht.
Im Oktober 2004, kurz vor Antritt der neuen Kommission, haben Friends of Europe, Gallup und EurActiv den Bericht „Can EU hear me?“ veröffentlicht, worin sie unter 30 Punkten Strategien für eine wirksamere Informationsvermittlung darstellen.
Als eine der führenden auf EU-Angelegenheiten spezialisierten Publikationen, mit einer großen Leserschaft auch außerhalb Brüssels, hat sich EurActiv von Beginn an bemüht, die Kommunikation zwischen der EU und seinen Bürgern zu verbessern. Auf diese Weise leistet EurActiv einen Beitrag zum Aufbau einer europäischen Öffentlichkeit, deren Entstehung durch das Weißbuch vorangetrieben werden soll.
Am 1. Februar hat EurActiv einen Entwurf seines Gelbbuches über die EU-Kommunikation offiziell an die Vizepräsidentin der Kommission übergeben.
Wallström sagte: „Ich begrüße das Gelbbuch von EurActiv als einen Beitrag zum Weißbuch und werde es mit großem Interesse lesen. Der Bericht „Can EU Hear Me“, den Sie 2004 gemeinsamen mit anderen ausgearbeitet haben, hat unser Denken bereits beeinflusst. Ich freue mich darauf, in der Zukunft mehr und besser mit den Medien zusammenzuarbeiten“.
Der Entwurf des Gelbbuches besteht aus 12 Empfehlungen:
Zu den Zielen der EU Kommunikationspolitik: Diversifizierung
1. Wahl realistischer Zielgruppen und Vermittler: Kommunikation sollte sich weder an den einfachen „Bürger“ noch an „EU-Spezialisten“ wenden, sondern sich über nationale Fachleute an branchenspezifische Zielgruppen richten
2. Frühzeitige Einbeziehung von Unternehmen, Gewerkschaften sowie NGOs
3. Statt Zentralisierung und Vereinheitlichung eine lose Koordination zwischen den Institutionen und Generaldirektionen der Kommission
Zu den Methoden und Kanälen: Dezentralisierung und Dissemination
4. Radikale Dezentralisierung durch Nationalisierung der EU-Debatten, stärkere Eigenständigkeit der Vertretungen und attraktivere Karrieremöglichkeiten
5. Aufnahme von Kommunikationsmodulen in sämtliche EU-Programme und Politiken
6. Kommunikationsschulung für Beamte, Journalisten...und Politiker!
7. Ergänzung der Debatte durch unabhängige Moderatoren und Personen, die Diskussionen vorantreiben und die Meinungsbildung verfolgen
8. Erstellung ortsgebundener, mehrsprachiger Internet-Inhalte anstatt nur Konferenzen, Printmedien und Fernsehen
9. Optimierung und Aufstockung der Mittel, die für Kommunikationsaufgaben zur Verfügung stehen
Umsetzung und Zeitrahmen: Durchführung
10. Unverzügliche Dezentralisierung der Debatten zusätzlich zu den inter-institutionellen Verhandlungen
11. Rasche Umsetzung der jüngsten Kommissionsentscheidungen, einschließlich des Aktionsplans vom Juli 2005
12. Wirkung frühzeitig vor den Europawahlen 2009 erzielen
[Anmerkung der Redaktion: EurActiv.com bezieht nicht selbst Stellung, mit Ausnahme bezüglich seines übergreifenden Ziels “faciliter l’efficacité et transparence des acteurs européens“}