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IMF drängt EU zur Erweiterung des Konjunkturplans [DE][en][fr

Erschienen: Mittwoch 13. Mai 2009   

Europa solle gewagtere Schritte unternehmen, um seine Banken zu reparieren und mit Überprüfungen ihrer Verwundbarkeit beginnen und nationale Richtlinien besser koordinieren, um die Chancen die Rezession im Verlauf des Jahrs 2010 abzuwenden zu verbessern, so der Internationale Währungsfonds (IWF) gestern (12. Mai 2009).

Ein Bericht der in Washington ansässigen Behörde, die Rettungspakete für die am härtesten von der globalen Wirtschaftskrise getroffenen aufstrebenden europäischen Länder bereitgestellt hat, hat noch einmal hervorgehoben, dass Europa Lösungen finden muss, die sowohl West als auch Ost helfen sollen. 

Europa befinde sich in seiner bisher größten wirtschaftlichen Turbulenzen und müsse seine Institutionen dafür sturmerprobt machen, sagte Marek Belka, der Chef der europäischen Abteilung des IWF, bei der Präsentation des Berichtes.

Die Zinkssenkungen der Europäische Zentralbank seien wahrscheinlich so weit wie nur möglich gesunken, sagte Belka, dessen wichtigster Punkt es war die Maßnahmen des IWF vorzustellen, die nötig sind um wieder Vertrauen in das Bankensystem zu schaffen. Dabei hob er insbesondere die so genannten „Stresstests“ hervor. 

Unterdessen sagten Quellen aus der EU gegenüber Reuters, dass die Union ihre Banken im September einem Stresstest unterziehen werde, um zu sehen in wie weit sie dem wirtschaftlichen Abschwung trotzen können und ob sie adäquat mit Geldern ausgestattet sind. 

Die Stresstests werden von den nationalen Überwachungsbehörden übernommen. Dabei kommt die Methodik des Ausschusses der Europäischen Bankenaufsicht (CEBS) zum Einsatz. Aber es wird keine Bank ausgesondert, die mehr Kapital benötigt. Genauso wenig wird dieses öffentlich gemacht, was Kritiker bemängeln, da es Investoren über potentielle Probleme im Dunkeln lassen würde.

Ein Stresstest in den USA von einzelnen Banken der öffentlich gemacht wurde, wurde als guter Schritt gesehen, um Investoren Klarheit zu verschaffen. 

Die Entscheidung wurde von den Finanzministern der EU getroffen. Sie hätten entschieden den Ausschuss der Europäischen Bankenaufsicht anzuweisen, einen Stresstest zu organisieren, sagte eine Quelle die mit den Plänen der Minister vertraut ist. 

Es sei aber kein Stresstest von einzelnen Instituten, wie es die Amerikaner zurzeit durchführen würden, sondern ein allgemeiner Stresstest, der den Gesamtzustand des europäischen Bankensektors testen solle, so die Quelle.

Der IWF berichtete auch über die volkswirtschaftlichen Vorhersagen, die der IWF-Report vom 22.April über die Weltwirtschaftslage machte. Der Bericht sieht eine tiefe Rezession für das Jahr 2009 voraus und ein Nullwachstum für 2010, trotz eines Aufschwungs der stattfinden sollte, wenn die Maßnahmen der Regierungen effektiv sein würden. 

Der Bericht sieht sowohl fortschrittliche als auch aufstrebende Volkswirtschaften in einem starken Rückgang im Jahr 2009. Allerdings werden die aufstrebenden Märkte bereits 2010 wieder ein allgemeines Wachstum zu verzeichnen haben, während fortschrittliche Volkswirtschaften noch wie dieses Jahr Probleme haben werden. 

Der IWF sagte, dass die wirtschaftlichen Anreize im Jahr 2010 weiter gehen werde und sich auf Infrastruktur und direkte Transfers anstatt auf Steuersenkung und Subventionen für Unternehmen und Verbraucher richten solle. . 

Das Krisenmanagement sowie Regulierungs- und Überwachungsaktionen seien divers und würden der Situation nicht helfen, insbesondere in Europas gut integrierten Finanzsektor, so der IWF. 

Allerdings sei Koordinierung auch ein Vorteil, wenn man volkswirtschaftliche Politikansätze betrachte, bei denen die Nachhaltigkeit der steuerlichen Bemühungen sicher sein muss. 

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