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Mehr Demokratie, Dialog und Debatten sind die Schlüsselelemente des "Plan D" von EU-Kommissarin Wallström, der die EU vor dem Hintergrund der gescheiterten Verfassungsreferenden den Bürgern wieder näher bringen soll.
Als sich die französischen und niederländischen Wähler gegen die EU-Verfassung aussprachen, wurden EU-Chefs und -Institutionen vom Scheitern der Referenden überrumpelt. Obwohl Kommentatoren vor einem möglichen ‚Nein’ gewarnt hatten, verfügten die Kommission und der luxemburgische Ratsvorsitz über keinen ‚Plan B’ zur Bewältigung der Krise. Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker hatte damals resignativ gesagt, Europa habe aufgehört, „die Menschen zum Träumen zu inspirieren“. Beim Ratstreffen im Juni forderten die EU-Chefs eine „Reflexionsphase“, die dazu genutzt werden sollte, in den Bevölkerungen eine breite Debatte über die EU anzustoßen. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee eines ‚Plan D’, die von EU-Kommissarin Wallström vorgebracht wurde.
Einzelheiten des ‚Plan D’ wurden in zwei verschiedenen Dokumenten von Margot Wallström präsentiert. Die Vizepräsidentin der Kommission und Kommunikationskommissarin betrachtet ihren Plan nicht als eine „Rettungsoperation für die Verfassung“, vielmehr solle er als Ausgangspunkt für eine „breitere Debatte über das Verhältnis zwischen den demokratischen Institutionen der EU und den Bürgern“ dienen. Diese „Aufgabe muss über die gesamte Amtszeit der Kommission und über sie hinaus verfolgt werden“. Die Debatte soll „einen neuen Konsens über das europäische Projekt hervorbringen“.
Kommissarin Wallström erwartet von den Mitgliedstaaten, dass sie nationale Debatten in Gang setzen, die verschiedene politische Bereiche miteinander verbinden. Als Beispiele führt sie folgende an: die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Europas, freier Personenverkehr und Sicherheit, Europas Grenzen und seine Werte. Um die Debatte voranzubringen, regt Wallström eine Reihe von Maßnahmen an:
Der ‚Plan D’ ist zwei Monate nach Veröffentlichung des Aktionsplans der Kommission zur Professionalisierung ihrer Kommunikationsarbeit (siehe EurActiv, 22. Juli 2005) präsentiert worden. Ihm wird gegen Ende des Jahres ein Weißbuch über Kommunikation folgen, das unter anderem Vorschläge zur Verbesserung der Kommunikation mit externen EU-Akteuren (Medien, Lobbygruppen, Regierungen, NGOs) beinhalten soll.
Herausforderungen:
Das Weißbuch über Kommunikation wird voraussichtlich gegen Ende 2005 präsentiert werden.
Im Mai 2006 wird die Kommission unter Umständen eine Zusammenfassung der einzelnen Debatten in den Mitgliedstaaten ausarbeiten.