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2. Dezember 2008
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Umfrage: Irische Bürger stehen der EU "positiv" gegenüber [DE][en

Erschienen: Mittwoch 25. Juni 2008   

65% der Iren sind der Ansicht, die EU habe "ein positives Image", wie eine Umfrage zeigte, die am Dienstag (24. Juni 2008) veröffentlicht wurde. Dies widerlegt Vermutungen, dass die Ablehnung des Lissabon-Vertrages in Irland auf ein weitverbreitetes öffentliches Vergessen der Vorteile der EU-Mitgliedschaft hindeute. 

Die positivsten Einstellungen gegenüber der EU wurden in Rumänien (67%) und in Irland (65%) verzeichnet. Es folgen Slowenien und Bulgarien (je 59%), sowie Belgien, Zypern und Polen (je 58%).

Die Meinungsumfrage von EurobarometerPdf external wurde von April bis Mai 2008 von TNS Opinion & Social mittels persönlicher Interviews durchgeführt. Die Ergebnisse wurden am 24. Juni 2008 veröffentlicht – zwei Wochen nach dem gescheiterten Referendum in Irland über den Vertrag von Lissabon.

Die negativsten Meinungen über die EU herrschen laut Umfrage in Lettland (56% weder positives noch negatives), Finnland (46% weder positives noch negatives), Ungarn (42% weder positives noch negatives) und Österreich (35% negativ) und dem Vereinigten Königreich (34% negativ).

In Großbritannien wurden die Befürchtungen des Premierministers Gordon Brown, dass ein Referendum über den Lissabon-Vertrag eine Katastrophe für dessen politische Legitimation bedeutet hätte, scheinbar bestätigt. Die Umfrage hat deutlich gemacht, „dass sich mit 32% die mehrheitliche Meinung der Befragten im Vereinigten Königreich mit der Aussage, dass die EU-Mitgliedschaft eine schlechte Sache sei, ins Negative verkehrt hat“. Demgegenüber meinen 30%, das die EU-Mitgliedschaft „eine gute Sache“ sei bzw. haben keine Meinung.

Anders als im Hinblick auf den Gesamteindruck vom Image der EU nähmen die positiven Haltungen gegenüber der EU-Mitgliedschaft ab, sagte die Europäische Kommission in einer Zusammenfassung der Umfrageergebnisse. Nur 52% der EU-Bürger sind der Meinung, dass die EU-Mitgliedschaft ihres Landes eine „gute Sache“ sei, gegenüber 58% im Herbst 2007, beobachtete die Kommission.

Wenn es um die Einschätzung der Vorzüge der EU-Mitgliedschaft geht, führen die Iren erneut die Liste an. In den Niederlanden, in Luxemburg und in Irland sagten 73% der Befragten, sie sähen die Mitgliedschaft ihres Landes als eine „gute Sache“, gefolgt von Belgien, Dänemark, Spanien und Polen (je 65%).

Margot Wallström, die für Kommunikationspolitik zuständige EU-Kommissarin, sagte, „dass das Vertrauen in die EU nach wie vor recht groß ist, stimmt mich jedoch zuversichtlich“. „Die Ergebnisse spiegeln die derzeitigen wirtschaftlichen Probleme wieder, machen aber auch deutlich, dass die EU mit ihrer politischen Agenda, die darauf ausgerichtet ist, die Lebensbedingungen der Bürger und Bürgerinnen im Alltag zu verbessern, fortfahren muss. 

Andere Umfrageergebnisse zeigten, dass EU-Bürger die Inflation derzeit als das wichtigste Problem in ihrem Land erachteten (37%, seit Herbst 2007 um elf Prozentpunkte gestiegen). In der Pressemitteilung der Kommission heißt es weiter, „zweitwichtigstes Anliegen ist die Arbeitslosigkeit (24 %, – 3)“.

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